Exil-Luxemburger träumen von WM im eigenen Land

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Aachen. Sparen war für die Luxemburger all die Jahre ein Fremdwort. Jetzt muss auch das reichste Land der EU den Gürtel enger schnallen. Bis Ende 2910 fehlen laut Regierung 1,5 Milliarden Euro.

Der bittere Tropfen im Kelsch des Großherzogtums konnte die im Aachener Raum lebenden Luxemburger allerdings nicht davon abhalten, beim diesjährigen Nationalfeiertag in der Aachen-Haarener „Welschen Mühle” mit edlen Tropfen zuzuprosten.

Einer Meinung waren der Präsident der luxemburgischen Vereinigung, Emile Rollinger, und Honorarkonsul Prof. Ottmar Braun: „Die Luxemburger werden in der Aachener Region gut aufgenommen.” Glanzstück deutsch-luxemburgischer Beziehungen - so Ottmar Braun - sind die Hochschulen in Aachen.

Rund 400 Studenten sind mittlerweile an FH und TH eingeschrieben. „Ein Rekord!”, jubilieren die Exil-Luxemburger. Denn seit weit über 100 Jahren ist die Kaiserstadt für die Studierenden aus dem Großherzogtum „die Kaderschmiede der Techniker”.

Von den positiven Zahlen will sich die Akademische Vereinigung der luxemburgischen Studenten allerdings nicht beeindrucken lassen. Gezielt werben sie auf Informationsveranstaltungen für den Studienort Aachen.

Ein leichtes Schmunzeln glitt bei der Feier zum Nationalfeiertag über die Gesichter der Gäste: Fußball-Nationaltrainer Guy Hellers bedauerte, dass keine gemeinsame Kandidatur für Belgien und Luxemburg zustande gekommen ist. „Es wäre ein fantastisches Abenteuer geworden, wenn eines der kleinsten Länder Europas die WM-Spiele ausgerichtet hätte”, zitierte Braun den luxemburgischen Coach.

Dafür spielt der Beneluxstaat wirtschaftlich in der Champions League, und zwar in der Stahlherstellung. Mehr noch: Der luxemburgische Stahlkonzern „Arcelor Mittall” bleibt Weltmeister und macht wieder Gewinne.

Der jüngste Grund, das Glas zu erheben, liegt im Bevölkerungszuwachs. Ottmar Braun: „Luxemburg breitet sich aus. Es hat jetzt über 500.000 Einwohner!”
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