„Europäisches Lebensweltenprojekt”: Grenzen sollen weiter fallen

Von: Lucy Breucha
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Aachen. Einen Grund zum Feiern hat in diesem Jahr das Pius-Gymnasium: Sein zwölftes Europa-Projekt ist zu einem erfolgreichen Abschluss gekommen.

Jetzt haben 90 Schüler der Jahrgangsklasse 11 unter dem Motto „Europäische Lebensweltenprojekt 2009/2010” das Thema in drei Workshops aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Auch Vorträge und Ausflüge nach Köln und Bonn standen auf dem Programm. Am diesjährigen Europa-Projekt, das wie immer im Vor- und im Nachhinein durch Schüleraustausche und Auslandspraktika ergänzt wird, waren neben dem Pius-Gymnasium auch das Städtische Humboldt-Gymnasium Leipzig und das F.X. Saldy-Gymnasium Liberec (Tschechien) beteiligt.

Gegenseitig die Lebenswelten des anderen kennen lernen und verstehen, so lautete das Ziel des Projektes. Dazu gehört auch, Vorurteile abzubauen. „Mentalitätsgrenzen werden in den Workshops überschritten”, erklärt Norbert Weitz, Koordinator für Internationale Begegnung am Pius-Gymnasium. Solche Grenzen müssten nach wie vor auch zwischen Ost- und Westdeutschen aufgehoben werden.

Die stellvertretende Schulleiterin des Humboldt-Gymnasiums, Karin Liebich, zeigt sich jedoch zuversichtlich: „Ich denke, die Klischees bestehen nicht mehr. In dieser Schülergeneration wird es mal so sein, dass nicht mehr zwischen Ost und West unterschieden wird.” In ihren Augen hat das Europa-Projekt unter den teilnehmenden Schülern einen wichtigen Beitrag zu dieser Entwicklung geleistet.

Im Workshop „Rollenverständnisse und europäische Lebenswelten” haben die Jugendlichen kreativ die Rollenbilder der jeweils anderen untersucht: Es wurden Umfragen an der Schule organisiert, Rollenspiele erfunden und sogar ein kleiner Film gedreht. Stephanie Sommer, die den Workshop zusammen mit einer Kollegin betreut hat, erzählt: „Die Schüler sind sehr freundschaftlich miteinander umgegangen. Man konnte gar nicht erkennen, wer aus welcher Stadt kam.”

Die Freundschaften, die während der Europa-Projekte entstehen, werden mitunter bis über die Projektwoche hinaus aufrecht erhalten. „Es fließen Tränen auf dem Bahnhof”, sagt Weitz. Und der 17-jährige Karel aus Liberec bestätigt: „Ich würde gerne noch ´ne Woche draufpacken.”

Draufgepackt wird in diesem Jahr auf jeden Fall eine neue Partnerschule. Im Juni erwartet das Pius-Gymnasium zu ersten Mal Gäste aus Halifax.
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