Aachen - Europäische Liste will im dritten Anlauf einen Ratssitz ergattern

Europäische Liste will im dritten Anlauf einen Ratssitz ergattern

Von: alp
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Der dritte Anlauf: Carmelo Licitra will für die Europäische Liste Aachen in den Stadtrat einziehen. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Carmelo Licitra geht kein Risiko ein. Und daher steht auf Platz zwei der „Europäischen Liste Aachen“ (ELA) mit Gaetano Basile auch ein Jurist. Für alle Fälle. Falls es wieder zum Nachkarten vor Gericht kommt – zum Beispiel weil die ELA und ihr Spitzenkandidat Licitra sich um einen Ratssitz geprellt fühlen.

Das war vor fünf Jahren so, als der Rat wegen der Überhangmandate um zehn Sitze vergrößert wurde. Die ELA, der nur rund 50 Stimmen für ein Mandat gefehlt hatten, ging bei der Neuverteilung leer aus, weil nur die Parteien berücksichtigt wurden, die bereits im Rat waren. Die Klage der ELA dagegen scheiterte.

Jetzt also nach 2004 (da fehlten noch rund 200 Stimmen zum Glück) und 2009 der dritte Anlauf für die Aachener Europäer und Carmelo Licitra. Der Spitzenkandidat selber macht dabei schwer in Optimismus. Er setzt auf reichlich eigene kommunalpolitische Erfahrung, die er als Mitglied im In- tegrationsrat, im Mobilitätsausschuss und früher im Bürger- und Beschwerdeausschuss sammeln konnte. Die Verwaltung ist für ihn ebenfalls kein Buch mit den sprichwörtlichen sieben Siegeln: Licitra arbeitet beim Aachener Stadtbetrieb.

In allen 32 Wahlbezirken tritt die Europäische Liste an. Was Licitra mit besonderem Stolz erfüllt: „Die Unterstützung und das Engagement sind wirklich riesig.“ Auf einen eigenen Oberbürgermeisterkandidaten hat die ELA aber verzichtet. Weil Licitra weiß, dass das bei den anderen kleinen Parteien nur so gemacht wird, „um im Gespräch zu bleiben“. Die ELA will da anderweitig von sich Reden machen. OB würde sowieso entweder Marcel Philipp oder Björn Jansen. „Der Bessere soll gewinnen, so einfach ist das.“

Die Europäische Liste setzt laut Carmelo Licitra auf diese Themen: gleiche Chancen für Migranten, friedliches multikulturelles Miteinander, Recht auf preiswerten Wohnraum, moderne Familienpolitik, sichere und lebensfrohe Stadt, hundertprozentiger Einsatz von erneuerbaren Energien.

Vor fünf Jahren reichten 771 Stimmen für den Einzug in den Rat, diese Marke will die ELA locker überschreiten. Und wenn‘s juristisch klemmen sollte, kommt eben Platz zwei der Reserveliste zum Zug. . .

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