Aachen - Europa zeigt sich bei Matinee von seiner besten Saite

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Europa zeigt sich bei Matinee von seiner besten Saite

Von: Carolin Kruff
Letzte Aktualisierung:
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Klangreise quer durch Europa: Bei der Gitarren-Matinee in der Hochschule für Musik und Tanz glänzten Studierende mit beeindruckender Spieltechnik. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Eigentlich zeigte sich der Muttertag dieses Jahr eher in grauen Herbsttönen. Wohl dem, der einen Platz bei der Gitarren-Matinee in der Hochschule für Musik und Tanz Köln/Aachen ergattern konnte. Denn dort gab es die Chance, dem meteorologischen Trauerspiel für eine Weile zu entfliehen.

Bei verträumten, ruhigen, temperamentvollen und heiteren Gitarrenklängen ist wohl jedem der Zuhörer im gemütlichen Musiksaal das eine oder andere Mal eine warme mediterrane Brise um die Nase geweht. Dafür sorgten neun Studierende der Klassen von Prof. Hans-Werner Huppertz und Jörg Falk, welche die Musikliebhaber mit beeindruckender Virtuosität und bravouröser Spieltechnik auf eine Klangreise quer durch Europa nahmen.

Ein Ausflug in die englische Renaissance mit John Johnsons Gitarrenduo „Flatt Pavin & Galliard“ war ebenso im Repertoire wie die „Suite Española“ des spanischen Barockkomponisten Gaspar Sanz und einige Kostproben aus den „wohltemperierten Gitarren“ des italienischen Komponisten Mario Castelnuovo-Tedesco, Wiener Klassik und spanische Romantik rundeten das Programm ab.

Und eines wurde bei diesem abwechslungsreichen Kammerkonzert klar: Die Gitarre hat seit jeher verschiedene Kulturen und Menschen in Europa begeistert und zusammengebracht. Für das große Finale und viel Begeisterung sorgte das SinCo-pa-Gitarrenquartett (Mateusz Gaik, Koray Berat Sari, Julian Walter-Nußberger, Martin Friese), welches die bekannte Ouvertüre aus Gioachino Rossinis Oper „Der Barbier von Sevilla“ einmal anders, aber ebenso überwältigend, auf die Bühne brachte.

Die Gitarren-Matinee ist seit einigen Jahren fester Bestandteil des Rahmenprogramms zum Karlspreis und wird von der Hochschule für Musik und Tanz Köln/Aachen sowie der Karlspreisstiftung organisiert.

Normalerweise bestimmen als Hommage an den jeweiligen Karlspreisträger Komponisten aus dessen Heimatland die Musikauswahl. „Anlässlich des Karlsjahrs haben wir uns jedoch bewusst für eine Europareise entschieden“, so Prof. Hans-Werner Huppertz, der gemeinsam mit Jörg Falk und seinen Studierenden das hochkarätige Programm zusammengestellt hat.

Im Anschluss an das Konzert gab es reichlich Gelegenheit für interessante Gespräche mit den jungen Künstlern, natürlich bei einem kühlen belgischen Bier. Das hätte mit Sicherheit auch dem designierten Karlspreisträger 2014, Herman van Rompuy, gefallen.

Es spielten: Koray Berat Sari, Martin Friese, Mateusz Gaik, Maurice Görtz, Mark Jensen-Samama, Farsan Rahvari, Vendim Thaqi, Jennifer Uhlein-Jansen, Julian Walter-Nußberger.

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