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Europa-Bewegung: „Pulse“ bald im Dauerlaufmodus

Von: Leon Kirschgens
Letzte Aktualisierung:
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Treten quantitativ aber nicht qualitativ etwas kürzer: Die Organisatoren von „Pulse of Europe“ laden für Sonntag ein, danach werden die Veranstaltungen etwas seltener stattfinden. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Bildlich gesprochen muss der Puls Europas die vergangenen zehn Wochen wohl sehr hoch geschlagen haben. 86 Städte allein in Deutschland und weitere 36 Städte in 15 europäischen Ländern haben an den allsonntäglichen „Pulse of Europe“-Kundgebungen teilgenommen.

Allein in Aachen sind tausende Menschen für Europa auf die Straße gegangen. Irgendwann aber, um im Bilde zu bleiben, sinkt der Puls wieder. Und so auch in Aachen: Bei den vergangenen Kundgebungen sank die Zahl der Demonstranten allmählich, teilweise kamen „nur noch“ wenige hundert Leute.

Während sich die Initiatoren bisher vor allem Gedanken über die Zukunft Europas gemacht haben, scheint es nun also an der Zeit, über die eigene Zukunft nachzudenken. Fest steht, dass noch zwei Kundgebungen im Mai stattfinden werden: Wie gewohnt am Sonntag um 14 Uhr und am Vorabend der Karlspreisverleihung, 24. Mai, um 18.30 Uhr. Dort werden auch Karlspreisträger Timothy Garton Ash und „Pulse-of-Europe“-Gründer Daniel Röder erwartet. Doch ab dann wird es erstmal nur noch am jeweils ersten Sonntag im Monat weitergehen. „Der Wochenrhythmus ist auf Dauer nicht durchzuhalten“, sagte Joachim Sina, Sprecher der Aachener Initiatoren. „Der Pulsschlag wechselt sprichwörtlich vom Sprint in den Dauerlauf, um auch auf lange Sicht durchzuhalten“, bestätigte Beate Roderburg, Aachener Delegierte der Bundesorganisation.

An der Grundausrichtung der Kundgebungen – Frieden, Freiheit und Vielfalt für Europa – werde sich deshalb aber nichts ändern. „Wir werden uns neu formieren, aber weiterhin überparteilich bleiben und keine proeuropäische Organisation gründen“, sagte Roderburg, „denn es ist weiterhin die Aufgabe der bestehenden Parteien, Antworten auf die Krise Europas zu geben.“

Gerade diese Verbundenheit der Bürger über Partei- und Staatsgrenzen hinweg sei es, was „Pulse of Europe“ auszeichne, sagte Manfred Kutsch, Moderator der Kundgebungen: „Die positive Aura, die immer wieder zu spüren ist, geht ja nicht von geschliffenen Politikerreden, sondern von persönlichen und emotionalen Reden aus – viele sprechen zum ersten Mal auf einer öffentlichen Kundgebung.“

Erst ab September, wenn die heiße Phase des Bundestagswahlkampfs beginnt, werden wieder wöchentlich Kundgebungen stattfinden. Bis dahin und danach wolle die gesamte „Pulse of Europe“-Bewegung als eine Art „Greenpeace Europas“ agieren, sagte Kutsch: Einerseits in den Städten nah am Bürger dran sein, andererseits auf bundesweiter Ebene Kampagnen organisieren. Wie diese aussehen, werde noch bekanntgegeben.

Kommende Termine im Überblick: Sonntag, 21. Mai, 14 Uhr; Mittwoch, 24. Mai, 18.30 Uhr (Vorabend Karlspreisverleihung), Sonntag, 2. Juli (Aktion am Rande der Tour de France); Sonntag, 6. August; ab September bis zur Bundestagswahl wieder wöchentlich.

Am Pfingstsonntag, 4. Juni, findet keine Kundgebung statt.

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