Aachen - Eurogress legt einen exzellenten Start in das Jahr 2009 vor

Eurogress legt einen exzellenten Start in das Jahr 2009 vor

Von: Christoph Classen
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Bei weitem nicht die einzigen, die sich vor dem Eurogress die Beine in den Bauch stehen: Betriebsausschussvorsitzender Claus Haase und die Eurogress-Geschäftsführung mit Beatrix Karlsberg und Eugen Rinder (von links) freuen sich, dass das Haus 2009 komplett ausgebucht ist. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Eugen Rinder klingt erleichtert, als er sagt: „Über Karneval wollen wir nicht mehr viel sagen, Karneval ist vorbei.” Nun mag der Eurogress-Chef ein Fastelovvendsjeck sein oder eben nicht. Fest steht: Nach Karneval ist er erleichtert. Und dafür ist der Blick auf die Bilanz verantwortlich.

Denn dank der fünften Jahreszeit legte das Eurogress einen exzellenten Start in das Jahr 2009 aufs heimische Parkett. Rein wirtschaftlich betrachtet. Finanzkrise hin, Rezession her, die Leute feierten, als gäbe es kein Morgen mehr. Es gab deutliche Besucherzahl-Zunahmen, in der Summe steigerte das Eurogress seinen Karnevalsumsatz im Vergleich zum Vorjahr um - genau - elf Prozent auf 360.000 Euro.

So soll es weitergehen, und die Grundlage dafür ist das Programm für 2009, das Rinder gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Betriebsausschusses, Claus Haase, jetzt vorstellte. Hauptstandbeine des Hauses bleiben 2009 die Kongresse und Tagungen, wichtigster Partner in diesem Bereich ist die RWTH. 2008 wurden rund 70.000 Kongressteilnehmer gezählt. Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Stadt, sagt Rinder: „Im Durchschnitt bleiben die Besucher 1,7 Tage in Aachen und geben pro Tag zwischen 200 und 250 Euro aus.”

So gesehen eine gute Nachricht, dass die großen Zugpferde wie Luft- und Raumfahrtkongress und Aachener Werkzeugkolloquium dieses Jahr schon gebucht sind. Und für das Aachener Kolloquium Fahrzeug- und Motorentechnik, eine Veranstaltung mit globaler Geltung, hat Rinder jüngst einen neuen Dreijahresvertrag unterschrieben.

Was die Messen angeht, ist im Eurogress noch längst nicht die letzte gelesen. Ende Mai werden die Stände der ZAB, der Messe zu Berufs- und Studienwahl unserer Zeitung, aufgebaut. Es folgt die Vital Aktivmesse im August und die ehemaligen Aachener Energietage im November, die ab diesem Jahr zeitgemäß unter dem Namen „EnergieSparTage” firmieren. Auch am Eintritt kann gespart werden, der ist gratis.

Die vorherige Sommerpause wird 2009 übrigens nicht mit Sanierungsarbeiten überbrückt. Die sind nämlich bis auf ein paar Kleinigkeiten weitgehend abgeschlossen, sagt Rinder. Rund 20 Millionen Euro wurden investiert. Im Sommer ist deswegen Platz für die mit 500 Exponaten weltgrößte Janosch-Ausstellung, die vom sonst so scheuen Künstler eröffnet wird.

Auch daneben präsentiert sich das Programm kunterbunt: Es gibt ein umfangreiches Klassikangebot, zudem kommen „The Ten Tenors”, genau wie Bap, Horst Lichter, Helmut Lotti und viele mehr. Einzig die CDU hat abgesagt, ihr Landesparteitag findet nun doch nicht im Eurogress statt. Rinder kann es verschmerzen, ist der Termin doch schon wieder mit einer anderen Veranstaltung besetzt.

Wir sind bis kurz vor Heiligabend ausgebucht, haben in diesem Jahr 320 Veranstaltungstage”, sagt der Geschäftsführer. Daher ist er optimistisch, dass das Eurogress mit dem städtischen Zuschuss von 1,75 Millionen Euro auskommt.

Auch wenn mit dem Bendplatz noch eine Baustelle zu bewältigen ist: Insgesamt kostet die noch nicht abgeschlossene Sanierung des Areals 2,5 Millionen Euro. Rinder ist sich sicher, dass sich die Investition lohnt: „Das ist der größte Veranstaltungsplatz in der Region, bietet Platz für bis zu 40.000 Besucher.”

Vorstellbar seien dort zum Beispiel Konzerte von Herbert Grönemeyer oder André Rieu. Noch verweist Rinder das allerdings eindeutig ins Reich des Fiktiven, es müsse noch einiges geprüft werden. Fest steht für den Eurogress-Chef dagegen: „Aachen braucht solche Großveranstaltungen.”
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