Euregiobahn: Politik votiert für die Nordvariante

Von: Günther Sander
Letzte Aktualisierung:
9792133.jpg
Konzept für Haltepunkt steht: Die Station der Euregiobahn soll nördlich der Bahnbrücke an der Horbacher Straße entstehen. Grafik: Stadt Aachen

Richterich. „Das ist für Richterich ein äußerst wichtiges Projekt“, so Bezirksbürgermeisterin Marlis Köhne (CDU) in der Bezirksvertretung, als es um den Haltepunkt Richterich ging. Bekanntlich gibt es hierzu zwei Varianten, die Verwaltung favorisiert die Vorplanung der „Nordvariante“.

2013 haben die Stadt Aachen, der Aachener Verkehrsverbund, der Nahverkehr Rheinland (NVR) und die Deutsche Bahn gemeinsam die Beauftragung einer Machbarkeitsstudie für die Nordvariante vorbereitet. Ziel dieser Studie war die Ausarbeitung eines Planungskonzeptes für einen barrierefrei erreichbaren Haltepunkt der Euregiobahn in Richterich an der Hauptstrecke nördlich der Horbacher Straße.

Die Seitenbahnsteige in der Nordvariante sind 210 Meter lang, schließen unmittelbar nördlich an die Brücke Horbacher Straße an. Der östliche Bahnsteig, Fahrtrichtung Herzogenrath, wird über eine Treppenanlage an die Horbacher Straße angebunden. Eine barrierefreie Anbindung erfolgt über einen neuen Zuweg im Bereich des Bezirksamtes und der Bushaltestelle Richterich Rathaus.

Der westliche Bahnsteig, Fahrtrichtung Aachen, bietet drei Zugänge: Eine Treppe im Bereich des Hander Weges sowie eine weitere Treppe, die einen Zugang in die bereits heute bestehende Fußgängerunterführung ermöglicht. Zwischen diesen beiden Zugängen ist die Schaffung eines barrierefreien Zugangs geplant. Analog zur Südvariante werden beide Bahnsteige mit Fahrradabstellanlagen und Fahrgastunterständen ausgestattet.

Gutachter haben die Realisierungskosten für 2014 hochgerechnet, demnach ergaben sich in selbigem Jahr Kosten in Höhe von 4,27 Millionen Euro für die Südvariante und 3,35 Millionen Euro für die Nordvariante. Nach einer nun erarbeiteten Machbarkeitsstudie schneidet die Nordvariante deutlich besser ab als die Südvariante. Die Verwaltung geht davon aus, dass die erforderliche Elektrifizierung der Euregiobahn in den kommenden Jahren vom NVR mit hoher Priorität vorangetrieben wird.

Unterschiedlich wie die beiden Varianten waren auch die Meinungen in der Bezirksvertretung. Die SPD möchte, dass beide Varianten weiter verfolgt werden, für Grüne und CDU ist die Entscheidung für eine Variante jetzt wichtig, damit weiter geplant werden könne. Die Bürger wollten so rasch wie möglich einen Haltepunkt, war zu hören. CDU und Grüne favorisieren die Station im Norden, diese werte die Ortsmitte auf, sei gut, auch ebenerdig erreichbar und sicher.

Die Weiterverfolgung beider Varianten, wie von der SPD gewünscht, wurde abgelehnt. Einig war man sich, dass im Bahnhofsumfeld keine Parkplätze wegfallen dürfen. Ziel müsse es sein, nach weiteren Möglichkeiten zu suchen.

Leserkommentare

Leserkommentare (2)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert