Euregio Wirtschaftsschau: Starkes Zeichen gegen Tihange

Von: Rolf Hohl
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Mobilität ist Trumpf: Aussteller der Euregio Wirtschaftsschau mit „Hausherr“ Carl Meulenbergh, dem Präsidenten des Aachen-Laurensberger Rennvereins (im gelben Fahrzeug), Städteregionsrat Helmut Etschenberg (links daneben) und Kathrin Halcour, Geschäftsleiterin der veranstaltenden Euregio Messen GmbH.
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Eine bewährte Verbindung: die Euregio Wirtschaftsschau auf dem Aachener CHIO-Gelände. Foto: Harald Krömer

Aachen. Marktplätze sind ein guter Ort, um Neues zu entdecken, sich zu informieren und auszutauschen. Als ein Marktplatz dieser Art versteht sich auch die Euregio Wirtschaftsschau, die am 17. März auf dem CHIO-Gelände in der Aachener Soers ihre Tore bis zum 26. März öffnet.

Seit der Premiere im Jahr 1986 ist sie stets vielseitiger und damit zu einem Spiegel der Grenzregion geworden. In diesem Jahr steht bei der 31. Auflage aber neben Neuheiten zu den Themen Freizeit und Mobilität auch der Umgang mit der Bedrohung durch das belgische Kernkraftwerk Tihange im Vordergrund.

In 18 Themenhallen auf einer Ausstellungsfläche von über 20.000 Quadratmetern können die Besucher bei mehr als 300 Ausstellern mit allen Sinnen auf Entdeckungsreise gehen. Zum ersten Mal wird in diesem Jahr in der Halle 4 die „Regio-Ecke“ aufgebaut, in der sich Unternehmen aus der Umgebung präsentieren. Neben einer Ausstellung mit hochwertigen Uhren gibt es dort auch neue Modekollektionen zu sehen sowie eine Kaffee-Bar, die als Treffpunkt dient.

Kathrin Halcour, Geschäftsleiterin der veranstaltenden Euregio Messen GmbH, möchte die Wirtschaftsschau auch als Zeichen gegen den Trend des Online-Handels verstanden wissen. „Dieses Event ist für die ganze Familie konzipiert. Im Fokus steht das gemeinsame Einkaufs- und Freizeiterlebnis.“ Der Online-Handel, so Halcour am Freitag bei der Präsentation des Programms, könne zwar einige Bedürfnisse der Verbraucher decken, aber eben nicht die persönliche Begegnung und Beratung.

Neuheiten direkt ausprobieren

Neuheiten direkt ausprobieren zu können ist ein weiterer Pluspunkt, den die Messe dem Internet voraus hat. Ein guter Ort dafür ist die Freizeithalle, wo unter anderem die Mobilität eines der Hauptthemen sein wird. Dort werden die Besucher etwa auf die Firma Rolling Bull von Lars Thüner treffen, der gleich vier alltagstaugliche Elektromobile vorstellen wird. Oder sie entscheiden sich für eine Stadtrundfahrt mit den Mini-Oldtimern von Hot Rod City Tour – einzige Voraussetzung ist ein Führerschein.

Für Leute, die den Hammer dem Lenkrad vorziehen, gibt es in den „Haus & Garten“-Hallen Tipps von Handwerkern zum Fassadenbau oder Dachdecken. Wer es lieber etwas filigraner mag, kann etwa beim Bildhauer-Workshop gleich selbst Hand anlegen. Neben der Theatergruppe vom Aachener Das Da Theater wird es diverse Comedy-Aufführungen geben, und auch das beliebte Zaubertheater wird wieder vertreten sein.

Der Donnerstag, 23. März, wird schließlich unter dem Motto „Stop Tihange“ stehen. Von jedem Vollzahler-Eintritt gehen dann zwei Euro an das Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie. Städteregionsrat Helmut Etschenberg zeigte sich erfreut, dass die Wirtschaftsschau dieses Thema aufgreift. „Es ist wichtig, dass wir zwischen berechtigter Sorge und Panik unterscheiden“, sagte er. Deshalb werde im Rahmen der Messe die geplante Broschüre für die Bevölkerung mit Informationen zur Vorsorge und Maßnahmen im Notfall vorgestellt und ausgelegt.

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