Aachen - Euregio-Pferdeschau: Aus Spaß am Pferd und Spaß an der Zucht

Euregio-Pferdeschau: Aus Spaß am Pferd und Spaß an der Zucht

Von: Kathrin Haas
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Im Mittelpunkt steht nicht nur das Pferd, sondern auch die Vorführung: Jouline Jackels (auf dem Pferd) hat überzeugt. Foto: Andreas Steindl
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Im Gleichschritt: Die Euregio-Pferdeschau ist durchaus sportlich ambitioniert. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Die Region rund um Aachen ist Pferdeland. Sichtbares Zeichen dafür sind die zahlreichen Reitställe. Und der CHIO zieht jedes Mal Besucherströme aus aller Welt an. Da gehört es auch dazu, dass die Pferdezucht in der Region eine wichtige Rolle spielt.

Am vergangenen Samstag präsentierten Züchter aus den Kreisen Heinsberg, der Städteregion Aachen, des Kreises Düren sowie Züchter aus Belgien und den Niederlanden ihre Zuchtergebnisse bei der vierten Euregionalen Pferdeschau im CHIO-Dressurstadion.

Hausherr Carl Meulenbergh, Präsident des Aachen-Laurensberger Rennvereins, stellte der Veranstaltung nur zu gerne das Stadion zur Verfügung, weiß er doch aus eigener Erfahrung, wie wichtig die Zucht für den Sport ist. „Ohne eine erfolgreiche Zucht ist Weltklassesport, wie wir ihn hier noch vor kurzem erlebt haben, gar nicht möglich.“ Er selbst präsentiert bei dieser Schau gemeinsam mit seiner Schwiegertochter eine dreijährige Stute mit ihrem Fohlen, dem Hengst Allegro. Dementsprechend ist er etwas nervös. „Man will sich gut präsentieren und hofft, dass alles glatt geht.“

Der Vormittag gehört zunächst den Kaltblut- und Kleinpferden. Vom norwegischen Fjordpferd bis zum Shetlandpony reicht die Bandbreite der vorgestellten Pferde. Einmal im Schritt und einmal im Trab, laufen sie ihre Runde um die Jury, zu der auch der Geschäftsführer des Rheinischen Pferdestammbuches, Martin Spoo, gehört. Seinem fachmännischen Auge entgeht in Sachen Aussehen, Haltung und Gang nichts. So lobt er beim Fohlen mit der Startnummer 68, einem Schwarzwälder Kaltblut, die insgesamt gute Aufrichtung, findet aber, dass es eine „kleine Idee zu kurz im Hals“ geht.

Ein fester Bestandteil der Pferdeschau ist auch der Jungzüchtervorführwettbewerb. Kinder und Jugendliche von 6 bis 16 Jahren sammeln dabei ihre ersten Erfahrungen im Präsentieren eines Pferdes. „Ziel ist es, die Kinder so langsam auch an die Zucht heranzuführen“, erklärt Alexander Thönes, landwirtschaftlicher Berater im Amt für Tierschutz, Verbraucherschutz und Veterinärwesen der Städteregion Aachen. Trotz der großen Bedeutung kämpft auch die Pferdezucht mit Problemen. Seit einigen Jahren geht die Zucht bundesweit um etwa zehn Prozent zurück. Die hohen Kosten spielen dabei eine wesentliche Rolle. „Reich wird man damit nicht“, weiß auch Carl Meulenbergh. „Die Züchter machen das, weil sie Spaß am Pferd und Spaß an der Zucht haben.“

Warmblüter als Krönung

Krönender Abschluss der Pferdeschau war die Präsentation der Warmblutpferde, die vor allem im Dressur- und Springreitsport eingesetzt werden. Nicht nur die Jury, auch die Züchter begutachten die Präsentationen fachmännisch und so mancher wohlklingende Stammbaum entlockt ein anerkennendes Schnalzen.

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