EU schützt die Öcher Weihnachtsleberwurst

Von: kw/ut/red
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Auch bei der jüngsten Prüfung hervorragend bestanden: Die "Aixtra"-Fleischer mit Wolfgang Flachs (rechts) überwachten die Qualität, die jetzt EU-weit anerkannt ist. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Nüsse, Rosinen, Äpfel und inzwischen auch Preiselbeeren dürfen drin sein. Dann gibt es natürlich noch die klassische Variante – Hauptsache, sie ist handgefertigt und vor allem in Aachen gemacht: die Weihnachtsleberwurst.

Der schmackhafte Botschafter unserer Stadt ist jetzt zu ganz besonderen Ehren gekommen: Die Aachener Weihnachts-Leberwurst hat das EU-Gütesiegel „geschützte geografische Angabe“ erhalten.

Die EU-Kommission in Brüssel gab die entsprechende Registrierung jetzt im Europäischen Amtsblatt bekannt. Die Wurst, die auch Öcher Weihnachtsleberwurst genannt wird und für diese Bezeichnung ebenfalls geschützt ist, muss im Stadtgebiet von Aachen hergestellt werden, um ihren Namen tragen zu dürfen.

Die Ursprünge der Aachener Weihnachts-Leberwurst reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück. Der Wurst, die bis heute nur in der Weihnachtszeit hergestellt wird, werden neben Sahne je nach überliefertem Rezept der einzelnen Metzgerbetriebe noch andere Zutaten wie Nüsse, Früchte und Weihnachtsgewürze beigemischt.

In unserer Stadt ist es inzwischen ein lieb gewonnenes Ritual, dass sich die Weihnachtsleberwurst jährlich einer Qualitätsprüfung unterziehen muss. Dies fällt in den Beritt des Aachener Vereins „Aixtra-Fleischer“ mit Wolfgang Flachs an der Spitze. Der hatte bei der jüngsten Prüfung Ende 2015 klar definiert, worauf es ankommt: „Die Machart und Auszeichnung der Fleischerei-Fachbetriebe unterscheiden sich entscheidend von industrieller Massenware.

“ Die Wurst, die einen patentrechtlichen Schutz – ähnlich wie die Printe – genießt, gilt als echtes Spitzenprodukt der Aachener Fleischer. Das wird durch das EU-Gütesiegel jetzt zusätzlich unterstrichen.

Mit drei unterschiedlichen Gütezeichen will die EU die Vielfalt der landwirtschaftlichen Produktion in Europa fördern, die einzelnen Produkte gegen Nachahmung und Namensmissbrauch schützen und die Verbraucher über die besonderen Merkmale der einzelnen Erzeugnisse informieren.

Mehr als 1300 regionale Produkte sind bereits von der EU mit Herkunftsbezeichnungen geschützt, aus Deutschland zum Beispiel Spreewälder Gurken, die Thüringer Rostbratwurst und Schwäbische Maultaschen.

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