Es war der Beginn einer großen Freundschaft

Von: Katrin Haas
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Ausstellung im Zeitungsmuseum
Ausstellung im Zeitungsmuseum zu 50 Jahren deutsch-französischer Aussöhnung: Zusammengestellt wurde die Schau von Illan Rougé (l.) und übersetzt von Honorarkonsul Dr. Wolf Steinsieck. Initiatorin der Ausstellung ist Dr. Angelika Ivens, Geschäftsführerin des Institut Francais. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Erst vor wenigen Tagen trafen sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Staatspräsident François Hollande in Reims, der französischen Partnerstadt Aachens, anlässlich des 50. Jahrestages der deutsch-französischen Versöhnung. Und auch in Aachen wird die Entwicklung der deutsch-französischen Freundschaft unter Konrad Adenauer und Charles de Gaulle thematisiert.

In den Räumen des Internationalen Zeitungsmuseums organisierte das Institut Francais (Deutsch-Französisches Kulturinstitut Aachen) eine Ausstellung mit zeitgenössischen Zeitungsartikeln und Karikaturen, die an den Beginn der Versöhnung erinnern.

„Für uns hier in Aachen ist es besonders wichtig, dass wir auf die Ereignisse hinweisen, die dem Elysée-Vertrag vorausgegangen sind”, erklärt Angelika Ivens, Geschäftsführerin des Institut Francais. Unter dem Motto „Konrad Adenauer - Charles de Gaulle. Von Reims bis Ludwigsburg: der Beginn einer Freundschaft” widmet sich die Ausstellung den beiden Reisen von Adenauer und de Gaulle, die dem Elysée-Vertrag am 22. Januar 1963 vorausgingen.

Charles de Gaulle lud Adenauer im Juli 1962 nach Frankreich ein, auch in seine Heimatstadt Colombey-les-Deux-Églises. „Es war die Ausnahme, dass de Gaulle jemanden zu sich nach Hause einlud”, sagt Wolf Steinsieck, französischer Honorarkonsul in Aachen. Der Gegenbesuch im September 1962 führte den damaligen französischen Staatspräsidenten unter anderem nach Ludwigsburg, Bonn und Düsseldorf. In einer Redes sprach de Gaulle vor allem die Jugend an, die gemeinsame Verantwortung Frankreichs und Deutschlands für Europa wahrzunehmen.

Die Ausstellung konzipierte Ilan Rougé, französischer Praktikant am Institut Francais. Etwa einen Monat lang wertete er die Zeitungen des Museums zum Thema aus. Dabei hören die Berichte in der Ausstellung nicht mit der Unterzeichnung des Elysée-Vertrages auf, sondern stellen auch die späteren Paare aus deutschem Bundeskanzler oder -kanzlerin und französischem Staatspräsidenten vor.

Angelika Ivens bezeichnet das deutsch-französische Jugendwerk als „das vielleicht schönste Ergebnis des Elysée-Vertrages.” Das deutsch-französische Kulturinstitut ist eines von vier Infopunkten des Jugendwerkes in NRW. Im Rahmen des deutsch-französischen Jahres, das im September beginnt, bietet das Institut Francais zusätzlich zur Ausstellung im Zeitungsmuseum Veranstaltungen für Schüler und Studenten an. Im Januar 2013 wird es voraussichtlich einen Informationstag rund um das Thema Auslandsaufenthalt, Auslandssemester und Praktikum geben.

Die Ausstellung „Konrad Adenauer - Charles de Gaulle. Von Reims bis Ludwigsburg: der Beginn einer Freundschaft” im Zeitungsmuseum, Pontstraße 13, läuft noch bis zum 9. September; Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags, jeweils 10 bis 18 Uhr.
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