Es muss nicht immer ein neuer Messi sein

Von: Robert Flader
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Aushängeschild der Raspo-Jugendarbeit: Die C-Jugend ist in die Bezirksliga aufgestiegen. Fast 280 Kinder treiben heute bei dem Brander Verein Foto: Andreas Steindl

Aachen. Dafür, dass zur Zeit kein Spielbetrieb ist, herrscht auf dem Trainingsgelände der DJK Rasensport (Raspo) Brand außergewöhnlich viel Betrieb. Von lockerem Austraben oder gemütlichem Kicken keine Spur. Im Gegenteil: Für die C-Jugend der Grün-Weißen ging es schließlich als Meister der Sonderliga noch um ziemlich viel: In zwei K.O.-Duellen sollte der Sprung in die Bezirksliga gelingen. Und: Ziel erreicht. Die C-Jugend ist aufgestiegen.

„Das ist für die gesamte Fußballabteilung ein Riesending”, sagt Hans-Dieter Mangartz voller Freude. Es ist klar, dass 2009/10 die erfolgreichste Saison im Jugendfußball der DJK Rasensport - Brand war. Im nächsten Jahr spielen die D1, C2, B1 und die A Junioren in der Sondergruppe und zusätzlich spielen die C1-Junioren in der Bezirksliga.

Der Jugendwart ist stolz auf die Arbeit, die trotz bescheidener Verhältnisse im Aachener Süden geleistet wird - und die sich nun in sportlichem Erfolg widerspiegelt. „Das wurde viele Jahre lang nicht wahrgenommen.”

Und klar, die Jugendarbeit des Traditionsvereins rückt durch die anstehende Fußballstadtmeisterschaft, die Raspo zum ersten Mal in der 104-jährigen Vereinsgeschichte ausrichtet, zusätzlich in den Vordergrund.

Offiziell zählt die DJK, die neben Fußball sechs weitere Sportarten anbietet, 278 Kinder in 20 Nachwuchsmannschaften. 2009 wurden zusätzlich zwei Mädchenteams in den Spielbetrieb aufgenommen. „Wir wollen allen Fußball ermöglichen”, sagt Mangartz. „Nicht nur den Cracks, die schon früh aufs Geld schauen und zu Vereinen wechseln, die große Sponsoren im Rücken haben.”

Wie lautet das Erfolgsgeheimnis? „Viele unserer Mannschaften spielen bereits sehr lange zusammen, manche auch schon seit mehr als zehn Jahren”, sagt Martin Reski, der Fußball-Abteilungsleiter der DJK. Durch eine Kooperation mit der nahegelegenen Gesamtschule Aachen-Brand sollen zusätzlich neue Talente direkt von der Schulbank auf den Trainingsplatz geführt werden.

Außerdem, sagt Hans-Dieter Mangartz, legt der Verein viel Wert auf die richtige Ausbildung der Jugendtrainer. „Die kommen fast alle aus den eigenen Reihen, wir wissen genau, was wir an wem haben.” Einzig die Zahl der Übungsleiter sei in den letzten Jahren nicht immer proportional mit den Nachwuchsteams gestiegen.

„Viele junge Leute sind auf einmal beruflich eingespannt”, sagt Mangartz. Doch momentan passe das „ganz gut”, sagt er, „wir können uns voll auf die Entwicklung der Talente fokussieren, auch wir nicht immer neue Messis hervorbringen.”

Der Kunstrasenplatz verbessere die Trainingsbedingungen zusätzlich, „aber der allein ist natürlich kein Kriterium für gute Nachwuchsarbeit”, sagt Martin Reski. „Wir brauchen auch die Leute mit dem richtigen Blick, die Talente langfristig fördern können.” Leute wie Urgestein Benno Rombach, der sich seit über 25 Jahren um die Bambini kümmert.

So ließen sich Erfolge wie das Erreichen des FVM-Pokalfinales oder die Teilnahme an einem internationalen Turnier mit den Jugendmannschaften des RSC Anderlecht oder dem AC Perugia erklären. „Als wir den Anruf aus Brüssel erhielten und eingeladen wurden, waren wir total baff”, blickt Mangartz zurück. „Auf einmal misst du dich mit internationalen Vereinen. So richtig glauben können wir das immer noch nicht.”

Nun, der Wind hat sich in den letzten Jahren spürbar gedreht am Wolferskaul. Der hektische Betrieb auf dem Sportplatz zwischen den Spielzeiten ist nur ein Hinweis darauf.

Stadtmeisterschaft: Am 20. Juli geht´s los

Die Fußballstadtmeisterschaft findet in diesem Jahr auf dem Kunstrasenplatz der Sportanlage Wolferskaul in Brand statt.

Insgesamt 32 Teams - von der Kreisliga C bis hinauf zur Landesliga - ermitteln in dem knapp zweiwöchigen Turnier die beste Fußballmannschaft der Stadt.

Los geht es am Dienstag, 20. Juli, mit der Vorrunde. Das Finale findet am Samstag, 31. Juli, statt.

Die genauen Termine und Anstoßzeiten wird die Aachener Zeitung noch veröffentlichen.

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