Es geht um Menschen, nicht um die Arge

Von: Thorsten Karbach
Letzte Aktualisierung:
Arge
Es gehe nicht um Verwaltungsstrukturen, es gehe um die Bedürfnisse arbeitsloser Menschen. Dies war die Botschaft einer Kundgebung gegen die Pläne der Bundesregierung, die Leistungen für Arbeitslose ab 2011 zwischen Arbeitsagentur und Kommunen aufzuteilen und damit die Argen aufzulösen. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Bei Lauchcremesuppe geht es ans Eingemachte. Während die warme Suppe gegen die Kälte hilft, kämpft Leo Jansen für Menschen, die ihm am Herzen liegen. Seit 25 Jahren arbeitet Jansen in der Bildungsarbeit mit Arbeitslosen.

Nun muss der Mann vom Nell-Breuning-Haus und Vertreter des Dachverbandes Pro Arbeit für diese Menschen die Stimme heben. Es ist nicht seine erste Demonstration, gewiss nicht. Aber es sei wieder ernst, sagt Jansen, vielleicht ernster denn je. „Ich kämpfe gegen die schreckliche Massenarbeitslosigkeit, die uns zerfrisst”, sagt er.

Auf dem Papier ist das Thema aber ein anderes. Es geht um den Erhalt der „Arbeitsgemeinschaft für die Grundsicherung Arbeitssuchender” (Arge), die in der Städteregion arbeitslose Menschen betreut. Die Bundesregierung plant, die Aufgaben von Arbeitsagentur und Komunnen beziehungsweise Städteregion wieder zu trennen.

Qualifizierung und Arbeitsvermittlung wären dann in Händen der Arbeitsagenturen mit Filialen vor Ort aber Entscheidungsträger in Nürnberg. Die Tage, in der Arbeitslose Hilfe aus einer Hand erfahren, sind damit wieder gezählt. Und Leo Jansen fürchtet um die Auswirkungen für diese Menschen.

„Es geht nicht um irgendeine Verwaltungsstruktur. Dies ist eine Demo gegen Arbeitslosigkeit”, erklärt und bekommt dafür Applaus von den rund 150 Teilnehmern der Kundgebung. Es sind betroffene Langzeitarbeitlose, Vertreter der Institutionen und Einrichtungen, die in ProArbeit zusammengeschlossen wurde, Arge-Mitarbeiter und Politiker aller Farben.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert