Erzählfestival: Indisches Theater bildet einen gelungenen Auftakt

Von: Jessica Jumpertz
Letzte Aktualisierung:
13188380.jpg
Toller Auftakt zum Internationalen Erzählfestival: Tänzerin und Erzählerin Nathalie Le Boucher begeisterte die Besucher mit ihren Darbietungen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Gespannte Erwartung im Publikum, das Bühnenbild besteht nur aus orangenem und blauem Licht, es gibt keine Requisiten. Die Tänzerin und Erzählerin Nathalie Le Boucher präsentierte eine ganz eigene Art des Tanztheaters in ihrem Stück „The Ride of the River Ganga“. Das Stück bildete den Auftakt zum 20. Internationalen Erzählfestival „Zwischen-Zeiten“.

Das Erzählfestival steht in diesem Jahr unter dem Motto „Mythos“, ein Thema, dass auch der getanzten Erzählung von Le Boucher zugrunde lag. Ihr Tanz und ihre Erzählung zeigten einen Ausschnitt der indischen Mythologie, nämlich die Geschichte der Göttin und des Flusses Ganga. Le Boucher hat acht Jahre in Indien gelebt und ließ sich dort in Kathakali, einer Form des indischen Tanzes, ausbilden. Zurück in Europa vermischte sie die Tanzform mit ihrer eigenen Art des Geschichten Erzählens.

Mucksmäuschenstill

Die Aufmerksamkeit konzentrierte sich ganz auf die Tänzerin, die die Geschichte ohne Bühnenbild, nur mit ihrer Gestik, ihrer Mimik, ihren Bewegungen und Text erzählte – und das zum großen Teil ohne musikalische Begleitung. Dadurch entstand eine besondere Atmosphäre, denn im Publikum war es mucksmäuschenstill. Eine Ausnahme bildete nur zwischenzeitliches Gelächter, denn Le Boucher baute mit ausdrucksstarker Mimik und Gestik komische Elemente in ihr Stück ein – zum Beispiel eine Darstellung von Ammen, die versuchen 60.000 Babys zu stillen.

Die französisch- und englischsprachige Erzählung „The Ride of the River Ganga“ war gut besucht. Im Vorfeld gab es eine deutsche Zusammenfassung des Stückes, die sich viele Zuschauer vor dem Stück schon einmal durchlasen. „Wir haben ein Stammpublikum, aber es waren viele da, die neugierig waren und das finde ich klasse“, sagte Regina Sommer, Initiatorin des Festivals. „Es war ein wunderbar gelungener Auftakt.“

Weitere Informationen zum Festivalprogramm: heute, 11 bis 12.30 Uhr, „Im Kaffeehaus“ Mythos Orient, deutsch-/englischsprachige Veranstaltung, Glashalle in der Annastraße 14-16. Eintritt 15 Euro; 15 bis ca. 17.30 Uhr Kulturlabor „Tales and Science“ Thema Zeit, Couven-Halle Kármánstraße 17-19. Deutsch-/englischsprachige Veranstaltung, Eintritt 10 Euro. „Schiller: Die Räuber“ Mythos Freiheit, 20 bis 22 Uhr, Couven-Museum am Hühnerdieb, Eintritt 15 Euro, 20 bis 22 Uhr „Red Cheek Tales“ Mythos „Sex, Drugs & Rock‘n‘Roll“, Glashalle Anna-straße 14-16, Eintritt 15 Euro, englischsprachige Veranstaltung.

Sonntag, 9. Oktober, 11.30 bis 13.30 Uhr „Iran vs. Israel - What is Home?“ Mythos Heimat. Englischsprachige Veranstaltung in De Kopermolen, Vaals (Clermontplein), Eintritt 15/10 Euro; „Mythos Wissenschaft“ ,11 bis 13 Uhr, Centre Charlemagne, Katschhof, Eintritt 12/10 Euro, deutsch-englischsprachige Veranstaltung. Familienprogramm „Die Märchenmühle erwacht“,15 bis 16 Uhr, Gut Obermühle, Horbach. Eintritt 8/5 Euro. Abschluss „Mythos Mensch“ 18 bis 20.30 Uhr, Glashalle in der Annastraße 14-16. Eintritt 10 Euro.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert