Erstes Streetfood-Festival zieht eine positive Bilanz

Von: Marie Eckert
Letzte Aktualisierung:
10271855.jpg
Torejagd am Templergraben: Beim „Turnier der Vielfalt“ im Rahmen des Streetfood-Festivals gab es nur Gewinner. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Zwei Fußballturniere waren am Sonntag beim Aachener Street-Festival schon entschieden, das dritte auf dem Templergraben noch in vollem Gange. In Vierer-Teams spielten beim „Turnier der Vielfalt“ Jung und Alt, Klein und Groß, Männer und Frauen oder Jungs und Mädchen.

Die meisten bei diesem Inklusionsturnier gehörten zum Stolberger Verein „Tabalingo – Sport und Kultur integrativ“, der jüngste Fußballer war fünf Jahre alt, der älteste 49. „Hauptsache, alle haben Spaß beim Spielen“, war die Devise – und das konnte jeder Zuschauer sehen.

Und nicht nur das „Turnier der Vielfalt“, auch das Streetfood-Festival steuerte auf den Endspurt zu, und das bei schönstem Sommerwetter. Den ganzen Tag gab’s Leckereien aus Thailand, der Türkei oder Äthiopien – Eis, erfrischende Getränke und kreative Ideen wie die „Hackpops“: ein kleines Hackfleischbällchen auf einem Stäbchen, darauf verschiedene Soßen und ein Topping, wie Salzstangen, Popcorn oder Wasabi-Nüsse.

Ein Dutzend Freunde hatte sich für den Stand beim Streetfood-Festival zusammengetan und formte fleißig Hackbällchen. Die gute Laune war bei der Gruppe inklusive, und zufrieden mit dem Verkauf war sie auch. Den Gewinn der „Fleischbällchen to go“ gibt man an den Initiator des Aachener Street-Festivals, den Rotary Club, der den Erlös in eine Sommerferienaktion für jugendliche Flüchtlinge steckt. Teil dieser Spendenaktion war auch der Würstchenstand der Rotarier selber und das Firmensponsorenturnier: Für 999 Euro gab’s ein Teilnahmeticket für eine Firmenmannschaft.

Zwei Pokale gab es, Gewinner waren die Mannschaften von Rotaract und vom Radiosender 100,5. Auch bei der zehnten Deutschen Straßenfußballmeisterschaft der Wohnungslosen gab es Sieger zu bejubeln: „Hannibals Erben“ aus Kiel gewannen, Silber ging an die „Lilien-Kicker“ aus Wiesbaden, „Acht auf Kraut“ aus Nürnberg wurde Dritter. „Die Teams haben viel mitgenommen und hatten viel mehr Zuschauer als sonst, da die Meisterschaft ins Streetfood-Festival eingebettet war“, erklärte Lars Wehrmann, Vorsitzender des Vereins „Anstoß! Bundesvereinigung für Soziale Integration durch Sport“.

Templergraben als großer Platz

Auch Norbert Hermanns, Präsident des Rotary Clubs, war zufrieden. „Bei der Pokalverleihung konnte man sehen, wie viel den Menschen das gegeben hat, wie stolz sie waren“, erzählte er. Eine sportlich und kulinarisch tolle Veranstaltung mit vielen Besuchern sei das Festival gewesen, ermöglicht durch die gute Zusammenarbeit von Stadt, Hochschule, Organisatoren und Sponsoren sowie durch das Engagement vieler Menschen. „Zum ersten Mal wurde der Templergraben nicht als Straße, sondern als großer Platz wahrgenommen – das ist eine tolle Möglichkeit“, betonte Hermanns. Und ließ durchblicken, dass man das Konzept weiterentwickeln wolle, „damit es vielleicht im nächsten Juni wieder eine ähnliche Veranstaltung in Aachen gibt“.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert