Erster Aachener Karrieretag: 3000 Talente suchen das Gespräch

Von: Kathrin Albrecht
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Gute Laune beim Kontaktgespräch: Der erste Aachener Karrieretag von zeitungsverlag Aachen und Onlineportal Kalaydo kam bestens an bei rund 3000 Besuchern und 30 teilnehmenden Firmen. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Unternehmen suchen Talente, Talente suchen die passenden Unternehmen. Doch wie kommen sie zusammen? Zum Beispiel auf dem Aachener Karrieretag, der zum ersten Mal im Business- und Event-Bereich des Tivoli stattfand. Rund 3000 Besucher nutzten das Angebot, mit den rund 30 ausstellenden Unternehmen aus der Region persönlich ins Gespräch zu kommen.

Für die Veranstalter, den Aachener Zeitungsverlag und das Online-Anzeigen-Portal Kalaydo, war diese Premiere ein voller Erfolg. „Dieser Tag ist eine gute Ergänzung zu unserem Stellenanzeigen-Angebot,“ meint Thomas Pelzer, Anzeigenleiter des Aachener Zeitungsverlages. Nicht zuletzt sei das so in Zeiten des Fachkräftemangels. „Die Firmen müssen sich auch bei den potenziellen Mitarbeitern bewerben. Das spiegeln die Stände der Unternehmen hier auch wieder.“

Nicht nur virtuell, sondern auch persönlich Bewerber und Unternehmen zusammenbringen, das war die Idee hinter dem Karrieretag. 2012 startete der erste in Köln. 2013 folgten Düsseldorf und Bonn. 2014 ist der Karrieretag auch in Aachen angekommen, Koblenz folgt im Juni.

„Die Messe bietet ein ungezwungeneres Umfeld als beispielsweise ein Vorstellungsgespräch. Auch wenn sich keine direkten Jobs ergeben, werden Kontakte geknüpft. Beide Seiten zeigen sich hier sehr authentisch“, beschreibt Britta Steinhausen-Kallabis die Atmosphäre auf dem Karrieretag. Viele Besucher hatten sich extra in Schale geworfen, kamen in Anzug oder Kostüm. Schließlich zählt der erste Eindruck, auch, wenn es auf der Jobmesse etwas lockerer zugeht.

Der Karrieretag spricht nicht nur Hochschulabsolventen und Schulabgänger an, sondern richtet sich gezielt auch an Fach- und Führungskräfte. „Für uns bietet der Tag die Möglichkeit, einmal eine ganz andere Klientel anzusprechen als bei sonstigen Jobmessen,“ freut sich Jonathan Lohne vom Finanzberatungsunternehmen Horbach. Sehr gut angenommen wurde auch das Rahmenprogramm, zeitweise reichten die 160 vorgesehenen Sitzplätze nicht aus. Lange Schlangen bildeten sich auch an den Ständen in der Coaching-Zone, wo kostenlose Beratungsgespräche zur Karriereplanung, Bewerbungs-Fotoshooting und Bewerbungsmappencheck angeboten wurden.

Die „Jobwall“ informierte am Eingang über Stellenangebote in der Region. Bei aller positiven Resonanz fand der eine oder andere Besucher auch Kritikpunkte. „Es wird sehr viel im technischen Bereich gesucht, das ist etwas einseitig“, bilanzierte eine Besucherin. „Gut ist jedoch, dass die Unternehmen direkt ansprechbar sind. Bewerbe ich mich schriftlich über eine Anzeige, erhalte ich in 90 Prozent der Fälle gar keine Rückmeldung. Außerdem tun sich in den Gesprächen neue Möglichkeiten auf, an die ich vorher gar nicht gedacht hatte.“

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