Erste Öcher Fastelovvendsparade ist ein echter Volltreffer

Von: Nina Krüsmann
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Karneval in der City: Der Musikzug Kalterherberg des KK Oecher Storm und sechs weiter Musikzüge sorgten bei der ersten Fastelovvendsparade in der Aachener Innenstadt für ein prächtiges Bild Foto: Ralf Roeger

Aachen. Solch ein Tamtam und Tschingderassabum ist noch nie in den Straßen der Aachener Innenstadt ertönt: Zum ersten Mal veranstaltete der Festausschuss Aachener Karneval (AAK) am Samstagnachmittag eine Öcher Fastelovvendsparade, bei der vor allem eines im Mittelpunkt stand: die karnevalistische Musik.

In der Reihe der Premierenveranstaltungen des neuen AAK- Teams unter Präsident Frank Prömpeler erwies sich auch diese Idee als Volltreffer. Schon bevor sich die sieben beteiligten Musik- und Spielmannszüge auf den Weg machten, zogen sie an den Treffpunkten die Blicke auf sich.

Der Musikzug Kalterherberg des KK Oecher Storm traf sich am Elisenbrunnen und marschierte von dort mit den Aktiven unter Kommandant Bernd Schaefer mit lautstarkem „Alaaf en Bumm paaf!“ durch die Adalbertstraße. Mitten in der Einkaufsmeile gab es ein kurzes Platzkonzert. Währenddessen setzte sich auch der Spielmannszug der Prinzengarde Brander Stiere in Bewegung.

Für die Musiker ging es auf dem Katschhof los. Mit Pauken und Trompeten und viel „Alaaf!“ zogen die Musiker los und trafen an der Adalbert­straße auf die „Störmer“. Gemeinsam zogen die Vereine zum Treffpunkt des großen Sternmarschs, dem Aquis Plaza. Überall zückten die Passanten ihre Smartphones, filmten das Spektakel, machten Selfies vor den Musikern und schunkelten mit. „Es scheint, als wäre gerade überall in Aachen Musik. Eine tolle Idee“, meinte eine Touristin aus den Niederlanden lachend.

Auch im Aquis Plaza war die Stimmung bereits prächtig, Besucher aus nah und fern, Fastelovvendsfreunde, zufällige Passanten und Familien auf Einkaufsbummel beobachteten den Einmarsch der Vereine. Neben dem Storm und den Brandern waren auch der Musikverein Oberforstbach der Rathausgarde Oecher Duemjroefe, der Musikzug der KG Grün-Weiß Lichtenbusch, sowie der Regiments-Spielmannszug der Stadtgarde Oecher Penn und der Penn-Musikzug vom Heimatecho Steckenborn dabei.

Zwischentitel

Die Musiker der Stadtwache Oecher Boerjerwehr sorgten bereits vor Beginn der Parade für ein Warm-up im Lichthof des Einkaufszentrums. Und sogar die niederländischen Nachbarn machten mit: Die Grensülle aus Vaals und die Spaßkapelle „Slappe Kroam“ kamen gerne auf Stippvisite.

Marcel Meis, AAK-Vizepräsident und Initiator der Veranstaltung, war begeistert und dankte nicht nur herzlich den beteiligten Vereinen, sondern auch Petrus, denn das Wetter hatte ebenfalls mitgespielt. „Mit der Idee, das Konzert unter dem Dach des Aquis Plaza zwischen Kugelbrunnen und Kaiserplatz zu veranstalten, wollten wir auf Nummer Sicher gehen. Eine wetterfeste Lokalität in der Größenordnung zu finden, ist nicht so einfach“, erklärt Meis.

Im Aquis Plaza begrüßten Center-Managerin Kathrin Landsmann und AAK-Präsident Frank Prömpeler den wohl größten Klangkörper der närrischen Art, den es in Aachen je gegeben hat. Herrlich anzusehen war es, wie zum Beispiel die Penn-Soldaten mit ihrer riesigen Vereinsfahne auf den Rolltreppen fuhren. Auch das Lichtenbuscher Dreigestirn hatte sichtlich Spaß am Auf und Ab und jubelte dem närrischen Volk von der Rolltreppe aus zu.

Das erste „Alaaf!“ rief selbstverständlich die Hausherrin Kathrin Landsmann aus. Selbst nicht gebürtige Rheinländerin, hat sie sich schnell in den Karneval integriert. Sie und die Zuhörer waren begeistert, als die rund 250 Musiker zum einstündigen Gemeinschaftskonzert aufspielten. Obendrauf kamen noch einmal rund 200 aktive Karnevalisten, die dem Auftritt einen prächtigen Rahmen verliehen.

„Das ist eine absolute Premiere, die wir gerne wiederholen würden“, betonte Prömpeler angesichts des gelungenen närrischen Ausnahmezustandes. Gemeinsam und auch einzeln spielten die verschiedenen Formationen in der unteren Etage. Von oben verfolgten Hunderte das Geschehen, standen dicht an dicht an den Geländern und beklatschten das musikalische Intermezzo.

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