Aachen - Erste Etappe im Antragsreigen: 45.000 Euro für das Karlsjahr

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Erste Etappe im Antragsreigen: 45.000 Euro für das Karlsjahr

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Aachen. Die ersten politischen Beschlüsse in Sachen Förderung der freien Szene sind Donnerstagabend im Kulturausschuss des Rates gefasst worden – und ausgerechnet das Das Da Theater ging dabei leer aus.

Gerade erst am Vortag sei klar geworden, dass die Pläne zur Realisierung eines Tanzprojekts im Karlsjahr 2014 in Zusammenarbeit mit fünf Schulen, für das 2500 Euro fließen sollten, überraschend gescheitert sind, hieß es. Der Ausschuss nahm‘s mit Bedauern zur Kenntnis. Eine Grundsatzdiskussion über den Brandbrief des Theaterchefs Tom Hirtz unterblieb freilich - wohl auch, weil zur ersten Runde bei der Verteilung der „Kaste“-Mittel zunächst ausschließlich Beiträge zum 1200. Todesjahr des Stadtpatrons bedacht wurden.

Die schlagen im städtischen Fördertopf mit insgesamt 45.000 Euro zu Buche. Letztlich wurden 22 von 27 Zuschussanträgen, die der Kulturbetrieb bei der Mittelverteilung zur Berücksichtigung vorgeschlagen hatte, einstimmig akzeptiert. Da ein weiterer Antrag zurückgezogen wurde, blieben 3500 Euro als „Nachschlag“ für die übrigen Projekte. Davon profitiert vor allem der Aachener Musiker Florian Zintzen, der ein großes Oratorium mit rund 200 Sängern und Orchester unter dem Titel „Requiem für einen weißen Elefanten“ zur Aufführung bringen will. Das Projekt soll mit 8000 Euro unterstützt werden.

Allzu viel Handlungsspielraum bleibt - auch jenseits der Initiativen zum Karlsjahr - allerdings erwartungsgemäß nicht in puncto kommunale Mittel, obwohl der Kulturtopf 2014 quasi außerplanmäßig um 100.000 Euro, jeweils zur Hälfte aus Eigenmitteln des Kulturbetriebs und Landeszuschüssen, aufgestockt werden konnte. Im Ganzen stehen damit diesmal 412.000 Euro zur Verfügung. 60.000 Euro sind dabei aber für die Straßenkunst-Stafette „across the borders“ vorgesehen, die der Kulturbetrieb selbst inszeniert. Letztlich bleiben 44.000 Euro für die „Freien“, die noch nicht durch konkrete Anträge gebunden sind, sofern die Politik allen Vorschlägen der Verwaltung zustimmt.

Dass für die Aktion „Mein Karl“ kein Cent aus dem städtischen Etat fließen soll, steht indessen zwar längst fest. Dennoch zeigten sich vor allem die Grünen wenig begeistert von Inhalt und Stil der Pläne, eine Legion kleinformatiger Skulpturen des Kaisers aus der Werkstatt des Künstlers Ottmar Hörl auf dem Katschhof zu präsentieren. Das Projekt, so die Kritik, hätte den Fraktionen im Vorfeld zumindest vorgestellt werden müssen.

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