Aachen - Erleichterung bei Alemannia: Parkhaus-Problem gelöst

Erleichterung bei Alemannia: Parkhaus-Problem gelöst

Von: Udo Kals und Thorsten Karbach
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Die Geschichte rund um das Parkhaus am neuen Tivoli (unten im Bild) nähert sich einem glücklichen Ende: Der Aachener Parkhausbetreiber Apag wird das Gebäude leasen. Die Alemannia werde die Parkflächen für rund 1250 Autos künftig lediglich für Heimspiele anmieten. Bislang betreibt die Alemannia den rund 13 Millionen teuren Bau, der lange Zeit wegen seiner wackeligen Finanzierung auf der Kippe stand. Foto: Avia-Luftbild, Aachen, Martin Jochum

Aachen. Die pannenreiche Geschichte rund um das Parkhaus am neuen Tivoli nähert sich jetzt einem für Alemannia Aachen wohl glücklichen Ende: Noch im Laufe der Rückrunde soll der Aachener Parkhausbetreiber Apag das am Stadion gelegene Gebäude vom Fußball-Zweitligisten leasen, sagten am Sonntag Alemannia-Aufsichtsratschef Meino Heyen und Geschäftsführer Frithjof Kraemer.

Bestätigt wurde dies auf Anfrage von Apag-Prokurist Herbert Sliwinski: „Wir sind guter Dinge, dass die Geschichte bald ein gutes Ende findet.” Die Alemannia werde die Parkflächen für rund 1250 Autos künftig lediglich für seine Heimspiele anmieten.

„Damit wird endlich das umgesetzt, was in den Verträgen steht”, sagte Heyen vorbehaltlich einer noch ausstehenden Entscheidung des Apag-Aufsichtsrats. Summen für das Finanzmodell nannten weder er noch Kraemer. Bislang betreibt die Alemannia den rund 12 Millionen teuren Bau, der lange Zeit wegen seiner wackeligen Finanzierung auf der Kippe stand.

Für die Zukunft erhält die Apag laut Heyen eine Kaufoption. Kraemer zeigte sich sehr froh darüber, „dass wir bei unserem Sorgenkind Parkhaus schon bald den nächsten Schritt machen können”.

Dass die vertraglichen Regelungen bislang nicht umgesetzt wurden, lag an inzwischen wohl behobenen Baumängeln und der noch fehlenden Abnahme des Gebäudes, die indes - auch das bestätigte Sliwinski - „in den nächsten Tagen” erfolgen soll. Die ist auch Voraussetzung für den Bau zweier Kunstrasenplätze auf dem Parkhausdach. Die Arbeiten sollen wie berichtet beginnen, sobald die Frostphase vorüber ist.

Trainieren sollen dort ab dem Frühjahr Jugendliche, die derzeit noch auf verschiedenen Plätzen in der Region ihre Übungseinheiten absolvieren. Dass der Nachwuchs demnächst endlich am Tivoli kicken kann, sei in weiten Teilen einem privaten Investor zu verdanken, der laut Heyen „aus meinem Dunstkreis kommt”.

Zudem bekannte der Aufsichtsratschef beim Neujahrsempfang von Städteregionsrat Helmut Etschenberg, wegen der Finanzsituation „anfangs eine Menge schlafloser Nächte” gehabt zu haben: „Wir hatten große Sorgen.” Doch die habe sich durch die DFB-Pokal-Siege etwas gelegt. Derzeit werde an einem langfristigen Finanzkonzept gearbeitet.

Mit welchem Konzept die Apag das Tivoli-Parkhaus füllt, wird sich zeigen müssen. „Wir werden dort einiges ausprobieren müssen”, erklärte Sliwinski. In erster Linie müssten Besucher der Sportstätten in der Soers angezogen werden. Aber auch eine Eignung als Park & Ride-Standort für Besucher der Innenstadt müsse laut Sliwinski getestet werden.
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