Erinnerung, damit sich Historie nicht wiederholt

Von: Antje Uhlenbrock
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Von jungen Menschen untermalt: Schülerinnen und Schüler von St. Ursula und Kaiser-Karls-Gymnasium gestalteten die Gedenkfeier in der Aula Carolina mit. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Zurück, aber vor allem auch nach vorne wurde der Blick während der Gedenkstunde zum Volkstrauertag gerichtet.

Die Städteregion Aachen und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Bezirksverband Köln hatten dazu in die Aula Carolina an der Pontstraße eingeladen.

„Das Schicksal der Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaft ist Mahnung für uns, die aktuellen politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Probleme auf friedliche Weise zu lösen”, erklärte Oberbürgermeister Marcel Philipp. Der jungen Generation seien wir es schuldig, Kriegsdenkmäler und diesen Gedenktag zu erhalten, „damit sich Geschichte nicht wiederholt”.

Mit Stücken wie „Amazing Grace” oder „African Bell Carol” sorgten die Tempelsingers und das Schulorchester des St.-Ursula-Gymnasiums für den würdigen Ramen dieser Gedenkstunde.

In die Vergangenheit blickten Schülerinnen und Schüler des Kaiser-Karls-Gymnasiums - mit bewegenden Rezitationen von Soldatenbriefen. „Das ist kein Krieg mehr, sondern Massenmord. Es war furchtbar, dieses Krachen und Zittern”, schrieb ein deutscher Soldat am 5. Juni 1915. Dieser Feldpostbrief war eines seiner letzten Lebenszeichen. Kurz darauf wurde er als vermisst gemeldet.

Seiner und aller anderen Opfer von Krieg und Gewalt in Vergangenheit und Gegenwart wurde an diesem Volkstrauertag gedacht. „Terror, Gewalt und Krieg sind für viele Menschen nach wie vor bedrückender Alltag”, erklärte Städteregionsrat Helmut Etschenberg. „Es darf kein anderes Ziel geben als ein friedliches und freiheitliches Miteinander.”

Auch Pfarrer Hans Christian Johnsen bat in einem Gebet um Gottes Hilfe „auf der Suche nach dem gerechten Frieden”. Ferner dankte er für die letzten 65 kriegsfreien Jahre in Deutschland sowie die Freundschaften zu unseren Nachbarländern.

Aber Johnsen erinnerte auch an die vielen deutschen Soldaten, die sich noch immer in Auslandseinsätzen befinden. Abschließend ehrte Regierungspräsident a.D. Hans Peter Lindlar die Toten - so wie es an diesem Volkstrauertag nicht nur in Aachen, sondern ganz Deutschland getan wurde.

Mit einer Kranzniederlegung im Anschluss an die Gedenkstunde auf dem Waldfriedhof fand der Gedenktag seinen Abschluss.
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