Ergebnisse der Online-Umfrage jetzt online

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Stellte die Ergebnisse gestern vor: Oliver Märker von der Firma Zebralog, die die Befragung im Auftrag der Stadt Aachen Foto: Jaspers

Aachen. Die Auswertung der umstrittenen Online-Umfrage der Stadt Aachen ist ab sofort online. Die Stadt hatte angesichts eines Haushaltsdefizits von über 60 Millionen Euro die Bürger vor der Verabschiedung des Etats nach ihrer Meinung gefragt.

Kritik wurde vor allem deshalb laut, weil Mehrfachabstimmungen nicht völlig ausgeschlossen waren. Die Ergebnisse der Online-Befragung sind jetzt unter http://www.aachen.de/haushalt veröffentlicht. Sie dauerte knapp drei Wochen vom 20. Januar bis 7. Februar.

Der Fragebogen wurde laut 7193 Mal aufgerufen, 5047 gingen in die Auswertung ein. Nicht berücksichtigt wurden 1216 Fragebögen, die schon auf der ersten Seite abgebrochen worden waren, 657 Fragebögen, in denen keinerlei Angaben gemacht worden waren und 273 Fragebögen, die in weniger als 60 Sekunden ausgefüllt worden waren. Die 5047 ausgewerteten Fragebögen entsprechen einer Beteiligung von etwa 2,7 Prozent der bei der Kommunalwahl 2009 wahlberechtigten Bevölkerung (187.618 Personen).

Ein eindeutig zustimmendes Meinungsbild, so Oliver Märker von der Firma Zebralog, die die Befragung im Auftrag der Stadt Aachen durchgeführt und ausgewertet hatte, lasse sich zu den Vorschlägen „variabler Unterrichtsbeginn”, „Betriebsferien der Stadtverwaltung” sowie der „Einführung einer Tourismusabgabe” erkennen.

Eine vergleichbar deutliche Ablehnung eines Vorschlages zeige sich nicht in den Ergebnissen, wobei aber die „allgemeinen Einsparungen im Kulturbereich” sowie die „Erhöhung der Grundsteuer B” erkennbare Ablehnung erfahren habe. Ein sehr ausgeglichenes Meinungsbild zeige sich insbesondere bei der „Streichung des beitragsfreien Kindergartenjahres”, der „Erhöhung der Grundsteuer A” sowie mit ein wenig Abstand bei der „Erhöhung der Parkgebühren”.

Stadtkämmerin Annekathrin Grehling zeigte sich sehr erfreut über das hohe Interesse: „Die Bürgerinnen und Bürger wollen auch bei Haushaltsfragen mitmischen.” Sie hätten die Fragen differenziert bewertet. Die Erfahrungen dieses Pilotprojektes werde man jetzt auswerten, um beim Haushalt 2012 die Bürger umfangreicher einzubinden.

Die Befragung ist nicht repräsentativ. Sie erfolgte ausschließlich über das Internet. Die letztendliche Entscheidung über den städtischen Etat wird der Rat im April treffen.
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