Erfolgsmodell: Immobilienmesse lockt über 3000 Besucher

Von: Kathrin Albrecht
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Großer Andrang: Auf der 2. Aachener Immobilienmesse konnten die 18 Aussteller in der Aula Carolina am Samstag mehr als 3000 Besucher begrüßen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. „Wir sind sehr zufrieden. Soweit ich gesehen habe, hatten die Aussteller gut zu tun“, sagt Alfred Dallherm von kalaydo.de. Das Online-Anzeigenportal veranstaltet mit dem Aachener Zeitungsverlag die Aachener Immobilienmesse. Und aus Sicht der Veranstalter darf auch die zweite Auflage der Messe, die am Wochenende über die Bühne ging, als voller Erfolg gelten.

18 Aussteller, vom Immobilienmakler über Immobilienfinanzierer bis hin zur Verbraucherzentrale, präsentierten ihre Angebote am Samstag in der Aula Carolina. Das Interesse an Grundstücken und Immobilien sei in der Region nach wie vor sehr groß, berichtet Dietmar Röhrig, Geschäftsführer der Sparkassen Immobilien GmbH. „Das derzeit niedrige Zinsniveau macht eine Objektanlage attraktiver als eine Geldanlage. In die andere Richtung sogt der niedrige Zins dafür, dass sich Menschen einen Grundstücks- oder Hauskauf leichter leisten können.“ Nachgefragt seien vor allem Grundstücke, aber auch Einfamilienhäuser oder Eigentumswohnungen stünden hoch im Kurs bei den Interessenten. Besonders freut Röhrig, „dass wir sehr gezielte Nachfragen und sehr qualifizierte Gespräche geführt haben. Das unterscheidet die Aachener Messe von anderen Messen mit im Vergleich einem hohen Anteil an Sehpublikum.“

Auch Familie Kraus hat sich unter den Ausstellern umgesehen. Die junge Familie wohnt derzeit noch im Stadtteil Friesenrath und möchte weiter in die Stadt hineinziehen: „Wir haben uns etwas spontan zu einem Besuch entschlossen, aber wir hatten zwei gute Infogespräche. Alles in allem ist das Angebot hier sehr informativ.“ Besonders im Stadtgebiet Aachen ist die Nachfrage größer als das Angebot. Anders sieht es im Speckgürtel rund um Aachen aus, hier gebe es noch ausreichend Grundstücksangebote. Auch seien die Nachbarstädte Alsdorf, Stolberg oder Herzogenrath für Aachener durchaus attraktive Alternativen, sagen die Experten „Wir beobachten, dass die Menschen bei der Suche flexibler werden,“ sagt Dietmar Röhrig. Auch seien die Preise in der Region deutlich günstiger als im Stadtgebiet selbst. Rund 250 Euro pro Quadratmeter zahlen Grundstückskäufer in der Region, in Aachen sind es zurzeit 400 bis 450 Euro pro Quadratmeter.

Zahlreiche Besucher nutzten über den Tag hinweg bei herrlichem Frühlingswetter die Möglichkeit, direkt mit Anbietern ins Gespräch zu kommen und Kontakte zu knüpfen. „Wir rechnen damit, dass wir die 3000 Besucher aus dem Vorjahr noch übertroffen haben“, sagt Alfred Dallherm. Neben Hauskäufern zog die Messe aber auch Besucher an, die bereits Hausbesitzer sind. „Wir haben viele Interessierte beraten, die ihr Haus verkaufen möchten und auf der Suche nach einer Alternative sind“, erzählt Maria Feldhaus von der Aachener Verbraucherzentrale. Auch Fragen zur Energieeffizienz oder zur Barrierefreiheit konnte sie klären.

Bei so viel positiver Resonanz steht einer dritten Auflage nichts im Wege, da ist sich auch Alfred Dallherm sicher: „Der persönliche Kontakt ist vielen Menschen nach wie vor sehr wichtig.“ Eine Messe wie diese biete die Möglichkeit, alle Angebote kompakt an einem Ort zu bündeln: „Das löst vielleicht auch ein wenig den Engpass auf, den wir vor allem im Immobilienangebot im Stadtgebiet Aachen haben.“

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