Erfolgskurve der Stawag zeigt steil nach oben

Von: Matthias Hinrichs
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Der Stern in Sachen Ökostrom – hier ein Bild vom Windpark Vetschau – soll weiter steigen: Die Stawag will den Gesamtbedarf in Aachen bis zum Jahr 2020 komplett decken können. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Auch wenn in Sachen erneuerbare Energien – Stichwort Windpark Münsterwald – noch allerhand in den Warteschleifen hängt: Die Stawag kann eine insgesamt glänzende Bilanz für das Jahr 2015 vorweisen.

Tatsächlich ist das Betriebsergebnis des Energieversorgers im vergangenen Jahr mit 33,5 Millionen Euro um fast das Dreifache gegenüber dem Vorjahr (11,5 Millionen) geklettert. Im Ganzen verzeichnet Vorstand Dr. Peter Asmuth einen Gewinn (vor Steuern) von 32,5 Millionen gegenüber lediglich vier Millionen im Jahr 2014 – womit die Ausschüttung an die Anteilseigner, allen voran die Stadt Aachen, auf 26,7 Millionen (Vorjahr 6,6 Millionen) angewachsen sind. Darüber hinaus kann die Kämmerin eine Konzessionsabgabe von 14,8 Millionen verbuchen (Vorjahr 14,5 Millionen).

Hintergrund: Insbesondere die erhebliche Reduzierung der Aktivitäten beim Betrieb des Gaskraftwerks Hamm-Uentrop, welche die Bilanz 2014 massiv getrübt haben, sowie eine umfängliche Entlastung im Hinblick auf Pensionsrückstellungen sind kennzeichnend für die famose Entwicklung.

So konnte die Eigenkapitalquote der AG auf 20,2 Prozent gegenüber 17,8 Prozent im Vorjahr erhöht werden. Asmuth: „Obwohl der Umsatz mit 432,5 Millionen gegenüber 439,7 Millionen im Jahr 2014 leicht rückläufig war und der Wettbewerb sich in allen Geschäftsbereichen weiter verschärft, können wir ein überaus positives Gesamtergebnis vorweisen.“

Gaspreis sinkt um zehn Prozent

Dies nicht zuletzt auch deshalb, weil das beständige Engagement im operativen Geschäft, also in den Kernbereichen Vertrieb sowie Netzausbau und -erhalt, aber auch beim Ausbau der „grünen“ Energien sich trotz insgesamt schrumpfender Gewinnmargen auszahle.

Die Investitionen in die Infrastruktur für Strom-, Gas-, Wasser- und Fernwärmenetz beliefen sich auf 55,2 Millionen Euro (gegenüber 49 Millionen im Vorjahr). Zugleich sind die Verkaufsmengen auf allen Sektoren aufgrund des vergleichsweise kalten Winters gestiegen. So konnten die Tarife zum Jahreswechsel stabil gehalten werden – und: Die Gaspreise sollen zum 1. Juli um bis zu zehn Prozent gesenkt werden.

Mit Beteiligungen an den Stadtwerken Lübeck, bei der Gründung neuer kommunaler Versorger jenseits des Grenzlandes und durch Übernahme der Stromnetze in Simmerath und Monschau habe man die Marktpräsenz zudem trotz enormen Konkurrenzdrucks erheblich erweitern können. „Auch in Aachen haben wir die Kundenzahlen mit 128.000 Abnehmern gegenüber 130.000 im Vorjahr relativ stabil gehalten“, erklärte Wilfried Ullrich, Prokurist und Bereichsleiter für Controlling und Unternehmensentwicklung. Über 26 Millionen Euro investiere die Stawag jährlich allein in die Sanierung der rund 6500 Kilometer langen Versorgungsnetze im Stadtgebiet.

„Zuletzt haben wir so bei den Stromausfällen mit statistisch im Ganzen lediglich sechs Minuten pro Jahr ein hervorragendes Ergebnis erzielt“, betont Asmuth. Immerhin liege der – im internationalen Vergleich noch immer durchaus respektable – Mittelwert auf Bundesebene bei etwa zwölf bis 16 Minuten.

Umweltschonende Technologien prägen das Portfolio des Unternehmens schließlich in bislang unbekanntem Maß: „Unsere Entscheidung, nicht mehr in konventionelle Kraftwerke zu investieren, war richtig“, resümierte Asmuth. „Wir wollen den Bedarf an Ökostrom in Aachen bis 2020 durch eigene Anlagen komplett decken.“ Und dieses Ziel sei anno 2016 bereits zu mehr als 50 Prozent erreicht.

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