Erfolgreiche Notfallübung der Einsatzkräfte aus dem Dreiländereck

Von: David Grzeschik
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Gemeinschaftsübung: Im Werkstatt- und Bürogebäude an der Süsterfeldstraße probte der Löschzug Laurensberg der Freiwilligen Feuerwehr mit den Kollegen aus den Niederlanden und Belgien. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Im Notfall bleibt oft wenig Zeit, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Das wissen auch die Feuerwehren im Dreiländereck nur allzu gut. „Das Schlimmste, das einem dann passieren kann, ist planloses Handeln“, so Reiner Mertens vom Löschzug Laurensberg.

Um dem entgegenzuwirken, führte die Feuerwehr der Stadt Aachen gemeinsam mit den belgischen und niederländischen Kollegen eine größere Übung durch. An ihr waren etwa 15 Löschfahrzeuge sowie rund 110 Feuerwehrmänner aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden beteiligt.

Schon seit 2002 finden traditionell euregionale Gemeinschaftsübungen der Feuerwehren statt – jeweils abwechselnd in Deutschland, Belgien und den Niederlanden. In diesem Jahr richtete der Löschzug Laurensberg die 15. Übung ihrer Art im Werkstatt- und Bürogebäude der RWTH Aachen an der Süsterfeldstraße aus.

„In den gemeinsamen Übungen der letzten 14 Jahren haben wir schon viel voneinander gelernt und wissen auch, was wir in Notsituationen voneinander zu erwarten haben“, erklärte Reiner Mertens, der an diesem Wochenende zugleich Übungsleiter war.

Missverständnisse ausräumen

Auch für die Überbrückung von sprachlichen Unterschieden sowie die Funkkoordination seien gemeinsame Unternehmungen wichtig. Begriffe, die für deutsche Feuerwehrmänner selbstverständlich seien, könnten bei den belgischen und niederländischen Kollegen schon mal zu Missverständnissen führen – und natürlich andersherum.

Dabei wurden in diesem Jahr drei sogenannte Szenarien durchgespielt. In ihnen ging es um die Brandbekämpfung an sich, die Rettung von eingeschlossenen Menschen und den Umgang mit gefährlichen Stoffen und Gütern. Vom Alarmieren der Feuerwehrkräfte in der Wache bis zum Umgang mit den Begebenheiten vor Ort wurde alles simuliert.

Die Wichtigkeit der Übungen weiß unterdessen auch Claudy Marchal, Zonenkommandant der Feuerwehr der Provinz Lüttich, zu schätzen. „Allein schon, weil man die Leute kennenlernt“, sagte der Belgier. Dabei ist die Zusammenarbeit unter den verschiedenen Wehren alles andere als ein theoretisches Modell. Bei Bränden in Eynatten habe es die Kooperationen bereits gegeben, in kleinerem Rahmen wie beispielsweise bei Verkehrsunfällen fänden sie ohnehin des Öfteren statt.

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