Erdogan-Demo kontra CHIO-Ansturm

Von: Stephan Mohne
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Morgen geht es für die Aseag rund: nicht nur wegen des Ansturms der CHIO-Besucher, sondern auch wegen der Erdogan-Demo in der City. Etliche Linien – auch die zum Reitturnier – müssen wahrscheinlich um die Innenstadt herum geleitet werden. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Gelände-Marathon der Vierspänner, Geländeritt in der Vielseitigkeit, jede Menge spannender Sport im Stadion – am Samstag stehen beim CHIO reichlich Publikumsmagneten auf dem Programm. Zehntausende Fans werden in die Soers pilgern. Fragt sich nur: Wie?

Denn einer reibungslosen Anreise macht eine Veranstaltung der gänzlich anderen Art einen dicken Strich durch die Rechnung. Die ohnehin riesigen logistischen Herausforderungen des „Weltfests des Pferdesports“ werden nämlich erweitert durch „Für die Demokratie in der Türkei – Solidaritätskundgebung für die türkische Regierung“. So lautet der Titel der Demonstration, die für Samstag in der Innenstadt angemeldet ist.

Von 11 bis 16 Uhr wollen nach Schätzungen des Veranstalters etwa 1000 Demonstranten ihre Zuneigung zu Ministerpräsident Erdogan kundtun – mitten in der Aachener City. Die Veranstaltung soll zunächst im Bereich des Willy-Brandt-Platzes beginnen. Später will man über Stiftstraße und Peterstraße zum Elisenbrunnen ziehen, wo eine Abschlusskundgebung geplant ist. Das bedeutet, dass die wichtige Achse zeitweise wohl komplett dicht sein wird. Und das zu einer Zeit, zu der die Aseag mit dem größten Besucheransturm Richtung Soers rechnet. Etliche Linien und der „City-Shuttle“ (C-Shuttle), der teils ab Hauptbahnhof, teils ab Bushof im 7,5-Minuten-Takt verkehrt, werden sich wahrscheinlich andere Wege zum Reitturnier suchen müssen. Betroffen von Umleitungen sind je nach Lage die Linien 1, 2, 5, 7, 11, 14, 21, 23, 24, 25, 27, 33, 34, 35, 36, 37, 44, 45, 46, 55, 57, 77 und SB 63 sowie besagter C-Shuttle. Sie werden „um die Innenstadt herum geleitet“, so Aseag-Sprecherin Anne Linden.

Ob, wann und wie, das ist völlig offen. Es steht schlicht noch nicht fest, in welchem Umfang es Sperrungen in der Innenstadt geben wird. Es ist nämlich auch noch nicht ganz klar, was am Samstag in Sachen Demo tatsächlich passiert. Es gibt Gerüchte, dass sich auch eine Gegendemonstration – also eine „Anti-Erdogan-Kundgebung“ – formieren könnte. Angemeldet war eine solche bei der Polizei bis Donnerstag noch nicht. Aber bis Samstagmorgen ist eine solche Anmeldung noch kurzfristig möglich. Und dann folgen wieder Fragen: Wo wird diese Demo stattfinden und in welchem Umfang? Aus den Antworten würden sich eventuell weitere nötige Sperrungen und Umleitungen ergeben. Eines jedenfalls dürfte sicher sein. So oder so wird die Polizei am Samstag wegen der Brisanz des Themas ein Großaufgebot an Einsatzkräften in der Stadt auffahren lassen.

Die Aseag jrechnet damit, dass möglicherweise mehr CHIO-Besucher mit dem Auto kommen könnten. Auch in dieser Hinsicht gibt es einen „Notfallplan“. An der Haarener Friedenstraße wird durch die Apag eine weitere Parkfläche für bis zu 1000 Autos geöffnet. Für sechs Euro kann man das Blech dort abstellen. Weil die Strecke zum Stadion ziemlich weit ist, wird außerdem auch dort ein neuer Shuttlebus-Service eingerichtet. Alle 7,5 Minuten fahren die Busse ab der Haltestelle Strangenhäuschen – jener Richtung stadtauswärts, wohlgemerkt. Die Pendler sollen nicht der Gefahr ausgesetzt werden, dort über die Krefelder Straße laufen zu müssen. Fragen zu allen Busthemen werden unter 1688-1 beantwortet. Parkplatzinfos gibt es unter www.apag.de.

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