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Er hat Spuren hinterlassen

Von: Kathrin Albrecht
Letzte Aktualisierung:
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In Musik und Malerei suchte er Erholung: Aachens Bischof Klaus Hemmerle.

Aachen. Am 23. Januar 1994 starb der Aachener Bischof Klaus Hemmerle. Seine charismatische Persönlichkeit prägt das Bistum bis heute. Aus diesem Grund lud die Bischöfliche Akademie zu seinem 20. Todestag in das August-Pieper-Haus zur Gedenkfeier ein.

Doch nicht der Theologe, sondern der Mensch Klaus Hemmerle sollte dabei im Mittelpunkt stehen. Und die meisten Gäste, darunter Bischof Heinrich Mussinghoff, Kardinal Miloslav Vlk aus Prag und der der Freiburger Bischof Paul Wehrle, hätten mindestens eine Geschichte erzählen können, die sie mit dem Menschen Klaus Hemmerle verbindet.

Hemmerle war ein musisch begabter Mensch. Er schrieb Gedichte, spielte Klavier und widmete sich vor allem während seiner Urlaubsaufenthalte auf Sardinien der Aquarellmalerei. Einige hundert Bilder umfasst sein Werk, das im Diözesanarchiv aufbewahrt wird. 45 Aquarelle aus diesem Nachlass sind bis Ende März in der Kapelle und im Kapellenflur des August-Pieper-Hauses ausgestellt. Die Kunsthistorikerin Iris Nestler, langjährige Direktorin des Linnicher Glasmalerei-Museums, gab eine Einführung in das Werk des Malers Hemmerle und bescheinigte ihm Qualitäten, die weit über das Niveau eines Amateurs hinaus gehen.

In der Malerei suchte Hemmerle Ruhe und Erholung. Die Bilder sind zugleich aber auch Spiegel seiner Spiritualität. „Schön, diese Bilder noch einmal zu sehen“, sagt Anneliese Frick, langjährige Vorsitzende des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) in Stolberg. Sie hat Bischof Klaus Hemmerle bei mehreren Gesprächskreisen der Fokolar-Bewegung getroffen. Sie beeindruckte die Nähe, die Bischof Hemmerle zu seinen Gesprächspartnern hatte: „Er sah jeden als Gottes Geschöpf.“

Auch Isgard Eschweiler teilt mit Klaus Hemmerle eine Geschichte. Sie gehörte in den letzten zwei Jahren seiner Amtszeit zum Sekretariat. „Er konnte nie laut auftreten und er hatte die Gabe, Menschen zu öffnen. Er war ein guter Zuhörer.“

Norbert Stoffers war aus der Eifel nach Aachen gereist, um Bischof Hemmerle zu gedenken. Im Gepäck hatte er eine Reihe Fotos, die die Begegnung des Bischofs mit den Menschen in der Eifel dokumentierten. Auch Dorothee Mattes verbindet eine Geschichte mit dem Bischof. Lange Jahre war sie Lehrerin an der katholischen Hauptschule in der Franzstraße, die nach dem Tod Hemmerles seinen Namen erhielt. Durch ein Schülerprojekt befasste sie sich mit dem Briefnachlass Hemmerles. Einen Teil davon hat sie für ein Buch bearbeitet.

Viele Geschichten hätte es noch zu erzählen gegeben. Sie alle zeigen, welche Spuren Klaus Hemmerle bei den Menschen im Bistum Aachen hinterlassen hat.

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