Entwarnung: Weltkriegs-Bombe erfolgreich entschärft

Von: red
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Ahornstraße 55
Etwa 400 Menschen haben sich bereits in der Ahornstraße 55 eingefunden. Foto: Ralf Roeger
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Die entschärfte Bombe: Der Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg hat am Freitag Aachen in Atem gehalten. Foto: Ralf Roeger
Warnfahrzeuge Bombe Aachen
Vor dem Start der Evakuierung: Die Warnfahrzeuge, die die Lautsprecherdurchsagen im Evakuierungsgebiet leisten. Foto: Stadt Aachen
Führungsstab Bombe Aachen
Der Führungsstab der Berufsfeuerwehr in der Leitstelle Stolberger Straße bereitet sich auf die Entschärfung der Bombe vor. Foto: Stadt Aachen

Aachen. Entwarnung in Aachen: Die Entschärfung der Bombe, die am Freitagmittag bei Bauarbeiten an der Claßenstraße/Intzestraße im Aachener Hochschulviertel gefunden worden war, ist am frühen Samstagmorgen gegen 0.35 Uhr erfolgreich gelungen. Die Experten des Kampfmittelräumdienstes meldeten, dass die Zehn-Zentner-Weltkriegsbombe entschärft sei. Somit könne die Evakuierung des Gebietes rund um den Fundort aufgehoben werden.

Ron-Roger Breuer vom städtischen Ordnungsamt, Einsatzleiter vor Ort, stellte erleichtert fest: „Es ist alles gut gelaufen, das Zusammenspiel der rund 300 Einsatzkräfte hat tadellos funktioniert, wir sind sehr froh, dass diese aufregende Aktion jetzt gut ausgegangen ist.“

Rund 550 Anwohner waren zuvor im Hochschulgebäude Ahornstraße 55 untergebracht worden. In einem Radius von 400 Metern um die Fundstelle der Bombe wurde evakuiert. Viele ältere Menschen, die zum Teil auch bettlägerig sind, mussten mit Hilfe der Feuerwehr und anderer Hilfsdienste in Sicherheit gebracht werden. Aus Düren wurden acht Rettungswagen zur Verstärkung geordert.

Die Anwohner im Evakuierungsbereich waren seit 19.45 Uhr durch Lautsprecherdurchsagen der Feuerwehr dazu aufgefordert worden, sofort die Häuser zu verlassen. Betroffen von der Evakuierung waren die folgenden Straßen: Süsterfeldstraße, Henricistraße, Seffenter Weg, Mies-van-der-Rohe-Straße, Hainbuchenstraße, Landoltweg, Turmstraße, Junkerstraße, Geschwister-Scholl-Straße, Wüllnerstraße, Pontdriesch, Roermonder Straße/Ecke Ludwigsallee und Ponttor,  Rüttscherstraße, Kühlwetterstraße (bis Roermonder Straße), Brüggemannstraße, Paul-Röntgen-Straße, Kruppstraße, Bunsenstraße, Claßenstraße, Prof. Pirlet-Straße, Pontwall, Intzestraße, Malteserstraße, Friesenstraße und Schinkelstraße.

Die Zahl der Einsatzkräfte war der Herausforderung entsprechend hoch: Die Berufsfeuerwehr hatte 35 Leute im Einsatz, die Freiwillige Feuerwehr etwa 155, die Hilfsorganisationen waren mit 45 Leuten vor Ort, das THW hatte zwölf, das städtische Ordnungsamt 15 und die Polizei rund 80 Leute im Einsatz. Aus Düren wurden acht Rettungswagen zusätzlich abgestellt.

Stark frequentiert wurde das extra freigeschaltete Bürgertelefon des städtischen Servicecenters „Call AC“. Dort erhielten viele Bürgerinnen und Bürger Informationen zum Bombenfund und zur Evakuierung.

Bei Bauarbeiten in der Claßenstraße, Ecke Intzestraße war am Freitagmittag in einer fünf Meter tiefen Baugrube eine Zehn-Zentner-Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg gefunden worden. Der Kampfmittelräumdienst, Polizei, Feuerwehr, Ordnungsamt,THW und weitere Hilfsdienste sowie Mitarbeiter von Deutscher Bahn und RWTH waren ab diesem Zeitpunkt bis tief in die Nacht vor Ort.

Der engere Kreis um die Fundstelle wurde komplett abgesperrt. Autofahrer wurden gebeten, den Bereich um die Fundstelle großräumig zu umfahren. Die Wache der RWTH Aachen hatte alle Institute im Umfeld geräumt. Inzwischen sind alle Straße wieder freigegeben.

In der Claßenstraße erneuern Stadt und Stawag seit Juli 2015 die Oberfläche, den Kanal und die Stromleitungen. Die Bauarbeiten, die im Zusammenhang mit dem Bau eines Hörsaalzentrums der RWTH stehen, dauern bis voraussichtlich August 2016.

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