Entspannt zum zweiten Titel

Von: Christoph Classen
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Spiel, Satz und Sieg: Der TK Kurhaus sicherte sich am Samstag zum zweiten Mal in Folge die Deutsche Meisterschaft. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Der Pokal war da, lange bevor die ersten Aufschläge übers Netz gejagt wurden. Ganz unten, im Keller-Büro des Vereinsheims wurde er gelagert, während weiter oben, auf der malerischen Anlage des TK Kurhaus Aachen, um ihn gekämpft wurde.

Nach dem Gewinn der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft in der vergangenen Saison, galt es den sensationellen Erfolg zu wiederholen. Die Chancen standen gut.

Was sich auch an der Aufstellung des gegnerischen Etuf Essen ablesen ließ, der dem Nachwuchs eine Chance gab. Und so sahen Spieler und Verantwortliche des TK dem Saisonfinale recht gelassen entgegen. Und die Stimmung übertrug sich auf die Fans.

Helga und Karl-Heinz Gilles waren zwei von den rund 1300 Zuschauern, die am Samstag den Weg zu den Courts hinter dem Casino gefunden hatten. Auf einer Bierbank im Schatten saßen sie, während auf dem Platz nebenan Jaroslav Levinsky und Ralph Regus in einer wahren Hitzeschlacht den roten Staub aus dem Filz prügelten.

„Nettes Essen, nette Leute”

Karl-Heinz Gilles kämpfte mit Kotellet und Kartoffelsalat, seine Frau hatte sich für Pasta entschieden. Sie kämen regelmäßig zum TK, seit Jahren, in dieser Saison hätten sie nur ein Heimspiel verpasst, bekundete Helga Gilles.

Die Besuche beim TK sind für sie mehr als Sport. „Nettes Essen, nette Leute, nette Atmosphäre. Gerade bei dem Wetter”, fasste sie zusammen. Ihr Mann sieht es so: „Mir geht es schon um den Sport”, sage er, „der Bessere soll gewinnen.” Das war an diesem Tag wieder mal der TK Kurhaus.

Von Court 5 schallte Klatschen herüber, Levinsky hattte gerade die Aachener Führung erhöht, als sich Peter Rensinghoff ins Gespräch einschaltete. Dass in Aachen solches Spitzentennis geboten werde, sei auch dem Hauptsponsor Lambertz und namentlich Dr. Hermann Bühlbecker zu verdanken. Das müsse schließlich auch mal erwähnt werden, so Rensinghoff.

Der so Gelobte versicherte später im Gespräch mit AZ-Redakteur und Moderator Robert Esser, dass der TK weiter mit seiner Unterstützung rechnen kann. Weil er im Verein groß geworden ist, weil es nicht nur Sponsoring, sondern eine Herzensangelegenheit ist, betonte Bühlbecker.

Nach vier Einzeln führte Aachen 3:1, das erste Doppel war gewonnen und der TK damit zum zweiten Mal in Folge Meister. Nach erfüllter Pflicht gelang Simon Greul und Jiri Janek auf dem Center-Court auch noch die Kür. Sie gewannen ihr Match, dann wurde der Pokal in die Höhe gereckt. Der Rest war Jubel.
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