Entlaufener Hund legt den Zugverkehr lahm

Von: stm
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Blaulicht Polizei
Die Bundespolizei kann den Vierbeiner nach einer Dreiviertelstunde einfangen. Foto: Patrick Pleul/dpa

Aachen. Ein Hund hat am frühen Donnerstagabend dafür gesorgt, dass unzählige Pendler und Reisende zu spät nach Hause beziehungsweise an ihr Ziel gekommen sind. Der Vierbeiner hatte nämlich laut Bundespolizei den Zugverkehr lahmgelegt. Bilanz am Ende: 14 verspätete Züge, 325 Minuten Verspätungen insgesamt.

Die Bundespolizei war von der Leitstelle des Polizeipräsidiums Aachen über einen entlaufenen Hund im Bereich Bahnhof Rothe Erde in Kenntnis gesetzt worden. „Der Hund soll sich samt Besitzerin im Gleisbereich befinden“, hieß es laut Meldung der Polizei. Die Bundespolizei zögerte nicht: Sofort wurde eine Sperrung der Gleise veranlasst. Mehrere Streifen machten sich auf den Weg in Richtung Bahnhof Rothe Erde. Dort angekommen, wurden die Beamten gleich von einem aufmerksamen Reisenden über die Fluchtrichtung des Hundes informiert.

Die Beamten nahmen die Fährte auf. Nach kurzer Zeit entdeckten sie den Hund ohne die dazugehörige Hundehalterin. Die Beamten eilten dem Vierbeiner hinterher. Inzwischen nahm der Einsatz noch deutlich größere Dimensionen an, denn auch die Feuerwehr und das Ordnungsamt wurden alarmiert. Erst nach einer Dreiviertelstunde gelang es den Beamten, den Hund wohlbehalten auf der Rückseite der Aachen-Arkaden am Reichsweg einzufangen. Die besorgte Besitzerin wurde in der Zwischenzeit ermittelt und zum Ort des Geschehens gerufen. Die Schilderung der Hundehalterin lautete laut Bundespolizei wie folgt: Ihr Hund habe sich beim „Zusammentreffen“ mit einem anderen Hund erschrocken und sei in Richtung der Gleise gelaufen sein.

Für die Halterin könnte der Großeinsatz indes noch Folgen haben: „Inwieweit und ob die Hundehalterin mit Konsequenzen in Sachen etwaiger Regressansprüche der Deutschen Bahn AG durch die entstandenen Zugverspätungen rechnen muss, steht zurzeit noch aus“, heißt es seitens der Bundespolizei. Die Bundespolizei selbst hat jedenfalls die Ermittlungen aufgenommen und will feststellen, ob es möglicherweise durch ein Fehlverhalten der Hundehalterin auf dem Bahngelände zu der Situation gekommen ist. Nur durch das schnelles Einschreiten der Bundespolizei habe man Schlimmeres verhindern können. Die Behörde warnt in dem Zusammenhang nochmals eindringlich vor jeglichem unbefugten Betreten von Bahngleisen. Die Hundehalterin habe sich in mögliche Lebensgefahr begeben, denn schließlich rollte der Zugverkehr auf den Gleisen am Bahnhof.

Die Bundespolizei rät in diesen oder ähnlich gelagerten Fällen, die Hotline der Bundespolizei 0800-6-888-000 oder die Polizei zu verständigen.

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