Aachen - Entdeckungen vom 3 D-Drucker bis zur Robotertechnik

Entdeckungen vom 3 D-Drucker bis zur Robotertechnik

Von: Leon Kirschgens
Letzte Aktualisierung:
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Früh übt sich: Experimente sollen Kinder schon früh für „MINT“-Fächer begeistern. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. In der „chill-out-area“ bei Musik entspannen oder am Computer eigens einen Schlüsselanhänger designen und drucken: Im „FabBus“ – oder auch „Wolfgang“, so der Spitzname des Experimentierbusses der FH Aachen – konnten Kinder und Jugendliche beides.

Er war Teil des Aktionstages am Donnerstag, bei dem mehrere mobile Forschungsstationen neben dem „Archimedischen Sandkasten“ aufgebaut wurden und Kindern aller Altersklassen abseits des klassischen Schulunterrichts an Technik und Natur herangeführt wurden.

Im „FabBus“ konnten Kinder und Jugendliche dreidimensionales Drucken hautnah erleben, indem sie mit dem GoetheLab-Team eigene Kreationen am Computer entwarfen und ausdruckten. Ob bunte Würfel oder mit Schriftzug versehene Schlüsselanhänger: Was letzten Endes aus dem Drucker kommen sollte, entschied jeder für sich. Der umgestaltete Berliner Stadtbus bot dafür elf 3 D-Drucker und acht Arbeitsplätze für die Jugendlichen. Normalerweise nutzten vor allem Designer und Architekten die 3D-Technik, um ihren Kunden den Entwurf plastischer zu präsentieren, sagte Thomas Grodzki vom GoetheLab-Team. Wie lange so ein Druckvorgang dauere, sei unterschiedlich. „So ein Schlüsselanhänger kann bei diesen Druckern schon mal bis zu 30 Minuten in Anspruch nehmen. Andere, komplizierte Konstruktionen aber deutlich länger“, sagte er.

Zum Anfassen, Ausprobieren und Mitmachen einladen – das war auch die Absicht der mobilen Experimentierstation des eXploregio.net, das sich vor allem an Kinder im Grundschulalter wandte. Auch sie sollten auf dem Katschhof an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, also die sogenannten „MINT“-Fächer, herangeführt werden. Auf der einen Seite der Station war das „InfoSphere“-Schülerlabor der RWTH Aachen vertreten, wo die Kinder auf spielerische Art und Weise Verschlüsselungstechniken knacken oder Einblicke in die grafische Programmierung an Robotern bekommen konnten. Ein paar Schritte weiter, bei der Station des Continium Kerkrade, konnten die Grundschüler optische Illusionen beobachten oder eine eigene Riesen-Büroklammer basteln.

Die Experimentierstation lasse sich von Schulen buchen und diene dazu, dem potentiellen Nachwuchs das Thema Technik näherzubringen, sagte Yvonne Hugot-Zgodda von eXploregio.net. Denn um bei Kindern das Interesse für naturwissenschaftliche Phänomene zu wecken, reiche der Unterrichtslehrplan oft nicht aus. Man müsse mobil sein, um zu ermöglichen, dass Kinder an authentischen Orten lernen können. Gefördert wurde der Aktionstag vom „Zukunft durch Innovation-Netzwerk.NRW“(ZDI). Auch das ZDI möchte den Schülern praxisnah die „MINT“- Fächer näherbringen: „Das Klischee des typischen Informatik-Nerds, der im Keller mit Cola und Pizza am Computer schmort, muss verschwinden“, sagte Anja Koonen vom ZDI-Netzwerk.

So sah es auch Jutta Göricke, Projektleiterin der Stadt Aachen: „Der Katschof ist mit den Experimentierstationen und dem Sandkasten ein wahrer wissenschaftlicher Abenteuerspielplatz, und zwar nicht nur zum Spielen, sondern auch zum Forschen“, sagte sie. Zum Schluss gaben Studierende der Hochschule für Tanz und Musik unter der Leitung von Professorin Anna Freeman mit ihren Trompeten ein kleines Konzert und spielten „die Feuerwerksmusik“ von Georg Friedrich Händel auf der Rathaustreppe

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