Aachen - Energiebewusstes Bauen im Blickpunkt

Energiebewusstes Bauen im Blickpunkt

Von: Laura Knops
Letzte Aktualisierung:
Hochmodern und energieeffizien
Hochmodern und energieeffizient: Architekt Volker Monath, Leiter Wolfgang Dachtera, Christian Thelen, und Constanze Fischer (von links) vor der RWTH-Kita am Königshügel. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Wie eine in die Luft erhobene, geöffnete Handfläche ragt der Hubschrauberlandeplatz am Uniklinikum hervor - er ist wohl eines der beeindruckendsten Bauwerke, die an diesem Wochenende im Rahmen des „Tags der Architektur” präsentiert wurden.

Etwa 450 Gebäude, Gärten und Parks standen allein in NRW zwei Tage lang offen. Hautnah konnten Gebäude entdeckt werden, von denen viele sonst nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind.

Gespräche mit Bauherren

Mehrere tausend Teilnehmer ergriffen die Gelegenheit, mit Architekten und Bauherren ins Gespräch zu kommen. Schon zum 17. Mal fand der landesweite „Tag der Architektur” statt, der in diesem Jahr unter dem besonderen Aspekt „Energie” stand. Wie kann ich mein Haus mit geringem Energiebedarf realisieren? Wie kann ich ständig steigende Energiekosten senken? Und wie umweltfreundlich ist mein Haus? Auf all diese Fragen erhielten angehende Bauherren kompetente Antworten. Rede und Antwort standen die zahlreiche Architekten, auch wenn es darum ging, einen Altbau energetisch aufzuwerten.

Ob Eisenbahnbrücke, Kindertagesstätte, Hubschrauberplattform oder Privathaus - Aachen bot viele interessante Bauwerke. Zu den Highlights gehörte der Hubschrauberlandplatz am Uniklinikum, der unzählige Besucher anzog. Auch wenn der ein oder andere enttäuscht wirkte, dass ein Besuch auf dem Landplatz der „rettenden Hand” nicht möglich war, bot das Bauwerk genügend Stoff zur Diskussion. Zahlreiche architektonische Besonderheiten wie die einzigartige Form und der deutlich verkürzte Patiententransport von der Landung bis zur Erstversorgung wurden erläutert.„Wir sind nicht verwundert, dass so viele Menschen mehr über Konstruktion und Entwicklung des Landeplatzes erfahren wollen, denn die Luftrettung ist ein Thema, dass jeden von uns betrifft. Für uns ist wichtig, dass Architektur nicht nur spektakulär sein kann, sondern vor allem verständlich für jeden ist” erklärte Ina-Marie Orawiec, von „OX2 Architekten”, den Planern des Landeplatzes.

In die Umgebung eingepasst

Ein weiteres Beispiel für moderne und energieeffiziente Architektur wurde von der RWTH und dem Büro Monath vorgestellt. Auf dem Gelände des ehemaligen Botanischen Gartens befindet sich die Kindertagesstätte Königshügel in unmittelbarer Nähe der RWTH. Besonders daran ist nicht nur, dass die Kita nur für Kinder von Beschäftigten und Studierenden der Hochschule ist, sondern auch das gesamte Konzept. Durch bewusst gewählte Materialien und Farben wie Klinker und Holz fügt sich das Bauwerk unmittelbar in seine Umgebung ein. Innen- und Außenraum wurden ganz nach den Bedürfnissen der Kinder gestaltet.

Architektur für alle und das vor allem energiebewusst - das muss gar nicht so schwer sein, machten die zahlreichen Architekten den Besuchern an diesem Wochenende klar.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert