Aachen - Endlich in einem Bett schlafen: Spende an Indien-Projekt „Butterflies“

Endlich in einem Bett schlafen: Spende an Indien-Projekt „Butterflies“

Von: Lilian Killmeyer
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Besuch aus Indien in der Annaschule: Die Projektgründerin der „Butterflies“, Rita Panicker, war zu Gast bei den Kindern und Schulleiterin Elisabeth Tillessen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Mit einem kräftigen „Good Morning“-Gesang begrüßten die etwa 160 Schülerinnen und Schüler der Annaschule Rita Panicker. Sie ist Gründerin und Botschafterin des Projekts „Butterflies“, das Straßenkindern im indischen Neu Delhi eine Schulbildung und eine Perspektive jenseits der Straße ermöglicht.

Jüngst besuchte sie – nun schon zum dritten Mal – die Annaschule, die seit jeher den Erlös des jährlich stattfindenden Adventsbasars an das Projekt spendet. Dieses Jahr kamen so 2700 Euro zusammen.

Panicker erzählte den Grundschülern von der schwierigen Situation vieler indischer Kinder und zeigte Bilder von ihrer Arbeit in Neu Delhi. Zu sehen waren teils abgemagerte Kinder, die mitten in der Stadt mit ihren wenigen Habseligkeiten am Straßenrand sitzen und nur durch Müllsammeln ein wenig Geld verdienen. Die Bilder zeigten, wie alltäglich selbst Kinderarmut in Indien ist. Aber auch die Erfolge des Projekts waren zu sehen: Kinder, die zum ersten Mal eine Schuluniform tragen und nicht auf der Straße schlafen mussten, sondern ein eigenes Bett haben.

Das Projekt und die schwierigen Umstände der indischen Kinder würden auch in den Wochen zuvor im Unterricht behandelt, sagte Schulleiterin Elisabeth Tillessen. Der Vortrag nun sollte den Grundschulkinder zeigen, wofür sie sich engagiert haben und soll sie nicht zuletzt früh sensibilisieren. „Wir zeigen die Straßenkinder in ihrer schwierigen Lebenssituation, damit sich die Schüler ihrer eigenen privilegierten Umstände bewusst werden“, sagte Tillessen.

Und dass die Grundschulkinder, egal ob arm oder wohlhabend, deutsch oder indisch, letzten Endes doch vieles gemein haben, zeigt wohl auch die Frage einer Drittklässlerin, was die Kinder in Indien denn am liebsten essen würden. Panicker antwortete einem breiten Lächeln: „Die mögen am liebsten Süßigkeiten und Fast Food, genau wie ihr.“

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