Aachen - Endlich erklingen auf dem Tivoli Freudengesänge

Endlich erklingen auf dem Tivoli Freudengesänge

Von: Julia Gröbbels
Letzte Aktualisierung:
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Besondere Atmosphäre: 5000 Menschen strömten zum Weihnachtssingen in den Tivoli. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Manch einem wird etwas wehmütig ums Herz geworden sein – obwohl die Szenerie durchaus bekannt war. Tausende Menschen im Tivoli, leuchtende Flämmchen, dazu inbrünstige Gesänge. Was in besseren Fußballzeiten ein Markenzeichen des – immer noch – neuen Fußballstadions war, stand am Sonntagabend für eine ganz andere Form des Miteinanders.

Das „große Weihnachtssingen“ auf dem Tivoli hat es möglich gemacht und gleichzeitig gezeigt, dass dieses angeblich reine Fußballstadion doch noch ganz andere Nutzungsmöglichkeiten offenbart.

Tivoli und Weihnachtszeit. Wer diese beiden Begriffe bislang nicht in Verbindung zueinander setzten konnte, wurde am vierten Adventswochenende eines Besseren belehrt. So strömten am Sonntagabend 5000 Menschen zum Tivoli, um beim großen Weihnachtssingen eine ganz besondere Weihnachtsatmosphäre zu erleben. Beim Anblick des im Lichtermeer aus entzündeten Kerzen erstrahlenden Tivolis blieb vielen Besuchern bereits zu Beginn der Veranstaltung die Luft weg.

„Ich habe noch nie erlebt, dass die Menschen bereits beim Betreten des Stadions Tränen der Rührung in den Augen hatten“, sagte Stadionsprecher Robert Moonen bei der Begrüßung. Und der Mann hat als lebende Sprecher-Legende schon viele emotionale Momente begleitet.

Er dankte den Organisatoren, der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK), der Fan-IG Alemannia und dem Eurogress Aachen, denen es gelungen sei, „die Sehnsucht nach Weihnachten mit der Hoffnung für Alemannia und den Tivoli zu verbinden“. Diese Verbindung war während der gesamten Veranstaltung zu spüren. Beim gemeinsamen Singen wechselten sich Weihnachtsklassiker wie „Ihr Kinderlein kommet“ mit Liedern wie „You never walk alleng“ – stimmgewaltig vorgetragen von der Öcher-Musiklegende Jupp Ebert – ab und erhielten gleichermaßen gesangliche Unterstützung vom Publikum. Zuvor hatten verschiedene Chöre, unter anderem der Gospelchor der International Christian Fellowship, für die musikalische Einstimmung gesorgt.

Die Idee zum Weihnachtssingen im Fußballstadion kommt aus Berlin, wo eine ähnliche Veranstaltung bereits seit zehn Jahren stattfindet. „Unsere Idee war es, eine niederschwellige kirchliche Veranstaltung anzubieten und gleichzeitig etwas Gutes für den Tivoli zu tun“, so Mitorganisatorin Andrea Kett vom Bistum.

Bei Plätzchen und Glühwein konnte so jeder diese besondere Atmosphäre genießen. „Aber mit einem so großen Andrang hätten wir niemals gerechnet, schon nach kurzer Zeit waren die mehr als 1500 Liederhefte vergriffen“, so Kett. Ganz auf den Weihnachtsgedanken verzichten, wollte man beim „niederschwellig kirchlichen Weihnachtssingen“ aber dennoch nicht. Und so durfte auch der Vortrag der Weihnachtsgeschichte nicht fehlen.

Zum Ende der Veranstaltung erhielt jeder Besucher einen Schokoladen-Nikolaus und weitere Köstlichkeiten, die allen das Weihnachtsfest versüßen und die Weihnachtsidee für jeden sichtbar und – in diesem Falle sogar schmeckbar – machen konnte.

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