Aachen - EM 2012: Diesmal keine Fußballfeste auf dem Markt

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EM 2012: Diesmal keine Fußballfeste auf dem Markt

Von: Christina Handschuhmacher
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Aachen. Ein schwarz-rot-goldenes Fahnenmeer und jubelnde Fußballfans wird Kaiser Karl in diesem Jahr vergeblich erwarten: Auf dem Aachener Markt wird zur Fußball-Europameisterschaft kein Public Viewing stattfinden.

Bei der Weltmeisterschaft 2010 feierten tausende Menschen vor dem Rathaus jeden Eckstoß und jeden Torschuss der Deutschen Nationalelf. Auf der 30 Quadratmeter großen LED-Wand konnte man Schweinsteiger und Co in Echtgröße bei der Torjagd bewundern. In diesem Jahr ist der Markt weitgehend EM-freie Zone.

„Wir haben den Organisator des Public Viewings 2010 gebeten, uns auch ein Konzept für die EM vorzulegen”, sagt die Pressesprecherin der Stadt, Rita Klösges. „Aber das Finanzkonzept war nicht tragfähig.” Auch hätte, im Gegensatz zum vorletzten Jahr, die Leinwand auf dem Marktplatz zwischen den Deutschland-Spielen immer wieder abgebaut werden müssen, um Platz für andere Veranstaltungen zu machen.

Stefan Hanrath, Geschäftsführer des Alsdorfer Cinetowers, hat bei der WM 2010 das Public Viewing in Zusammenarbeit mit der Stadt organisiert. Er bedauert, dass es mit dem Rudelgucken zur EM nicht klappt: „Die Finanzierung war einfach nicht gesichert. Bei so einem Event entstehen enorme Kosten. Leider haben sich nicht genug Sponsoren gefunden.” Warum die Sponsoren 2012 wenig Interesse zeigten, kann Hanrath nur vermuten: „2010 war auch RTL mit im Boot, was die Aktion für Sponsoren zusätzlich attraktiv gemacht hat.” Außerdem habe die EM nicht den Stellenwert einer WM, und vielleicht sei auch die Fußball-Affinität nach dem Abstieg von Alemannia Aachen gerade nicht so groß.

Fakt ist: Den Fußball-Fans bleibt nur noch der Gang in die Kneipe ihres Vertrauens. Immerhin hier steht dem gemeinschaftlichen Mitfiebern und Mitjubeln nichts im Wege. „Wir haben den Gastronomen eine Ordnungsverfügung erteilt, so dass jedes Deutschland-Spiel bis eine halbe Stunde nach Schlusspfiff auch draußen übertragen werden darf”, sagt Pressesprecherin Klösges.

Wer es doch ein bisschen größer haben will, geht ins Kapuziner Karree. „Wir zeigen alles, vom Eröffnungs- bis zum Endspiel”, so Richard Mariaux von der Werbegemeinschaft Kapuziner Karree, die das Public Viewing zur EM organisiert. Rund 1500 Fußballbegeisterte finden auf der Fläche hinter der Alten Post Platz.

Bei der WM 2014 in Brasilien könnte dann auch das Kopfsteinpflaster auf dem Markt wieder schwarz-rot-gold gefliest sein. „Der Markt ist eine super Location für solche Events, die Stimmung war großartig”, sagt Hanrath. „Deshalb werde ich versuchen, für die WM 2014 Public Viewing auf dem Markt wieder möglich zu machen.”
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