Eltern wollen den alten Standort wahren

Von: Sarah Siemons
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Sind für die Schule im Ortskern: Marcus Sommer, Schulpflegschaftsvorsitzender, Bettina Wedig-Vössing, Schulleiterin, Erika Mohl, Betreuerin der „Spielgruppe”, Birgit Haveneth, stellvertretende Pflegschaftsvorsitzende mit Tochter Marie Leonie und Michael Meyer, Mitglied der Schulkonferenz (v.l.n.r.) Foto: Wolfgang Plitzner

Kornelimünster. Noch springen Till, Maria und Jacob unbeschwert über den Schulhof der Katholischen Grundschule (KGS) Kornelimünster. Die Schüler ahnen nichts von den Sorgen der Lehrer, der Schulleitung und ihrer Eltern.

Die Probleme des sanierungsbedürftigen Gebäudes bekommen sie dennoch täglich zu spüren: den Gestank auf den Toiletten zum Beispiel, wo sich Urin in die Wände und Türen gefressen hat, oder die maroden Fenster, durch die es gerade jetzt im Winter zieht.

Sie haben auch gehört, dass sich daran bald etwas ändern soll, wie das aber genau aussehen soll, wissen sie nicht. Das wissen selbst die Politiker heute noch nicht.

Zur Verbesserung der Situation liegen zwei Vorschläge vor: eine Grundsanierung des Gebäudes oder ein Neubau an anderem Standort. Die Bezirksvertretung Kornelimünster/Walheim brachte noch eine dritte Möglichkeit ins Spiel. Hier wurde ein Neubau am alten Standort vorgeschlagen.

Heute hat der Schulausschuss (17 Uhr, Verwaltungsgebäude Mozartstraße) die Möglichkeit, sich für den Verbleib am Abteigarten 11 auszusprechen. „In die aktuellen Räume ist doch schon etwas investiert worden, das wäre bei einem Neubau umsonst gewesen”, sagt Birgit Haveneth, stellvertretende Pflegschaftsvorsitzende. „Und wir befürchten, dass für die gesamte Zeit bis zur Einweihung der neuen Räume dann an den alten Räumen überhaupt nichts mehr getan wird.”

Die Schulkonferenz hatte sich bereits gegen einen Neubau ausgesprochen. Alle 230 Eltern wurden beim Votum befragt, das Ergebnis war eindeutig. „Die Lage hier an der Inde besitzt auch einen identitätsstiftenden Charakter. Gibt es hier keine Grundschule mehr, wird der Ortskern förmlich entlebt”, sagt Marcus Sommer, Vorsitzender der Schulpflegschaft.

Er bangt nun gemeinsam mit Erika Mohl, Betreuerin des Nachmittagsangebotes „Spielgruppe”, Michael Meyer, der als Elternteil auch Mitglied der Schulkonferenz ist und Schulleiterin Bettina Wedig-Vössing, was der Jugendausschuss dem Rat vorschlägt.

„Die Vorteile hier liegen auf der Hand: Wir haben hier sehr viel Platz, mehr als uns nach neuen Baurichtlinien zustehen. Außerdem können wir die Waldnähe für Exkursionen nutzen”, erklärt Wedig-Vössing. Und als Konfessionsschule die Kirche vor der Tür zu haben, sei ein weiteres Argument für den alten Standort, ergänzt Birgit Haveneth.

Was die Betroffenen jedoch außerdem befürchten, ist eine weitere Verzögerung. „Vor allem, weil nun die Haushaltsplanungen laufen. So kann es nicht weitergehen!”, sagt Meyer.
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