Elite im besten Sinn: 101 FH-Absolventen starten Richtung Chefetage

Von: Rolf Hohl
Letzte Aktualisierung:
13635880.jpg
Reichlich Anlass zum Jubel: Die besten Absolventen der Fachhochschule erhielten im Krönungssaal ihre Urkunden. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Den Begriff der Elite würden dieser Tage weite Teile der Bevölkerung wohl eher mit negativen Assoziationen verknüpfen. Man kann diese Bezeichnung aber durchaus auch als Würdigung verstehen, nämlich dann, wenn sie hart und mit viel Fleiß erarbeitet wurde.

In den Studiengängen der Fachhochschule Aachen haben in diesem Jahr so viele wie noch nie eben diese Tugenden bewiesen und mit außerordentlichen Leistungen überzeugt. 101 Absolventen gehörten diesmal zu den besten fünf Prozent ihres Jahrgangs und wurden dafür im Krönungssaal mit Ehrenplaketten der FH ausgezeichnet.

„Eliten zeichnen sich insbesondere durch ethisches und einwandfreies Handeln aus“, sagte FH-Rektor Professor Marcus Baumann in seiner Ansprache. Viele mieden den Begriff derzeit, da ihnen „die Eliten“ zuweilen gar als arbeitsscheu und abgehoben gelten würden. Dabei sollten gerade sie, die Besten der Besten, als Vorbilder agieren und ethische Grundsätze in die Chefetagen tragen. Etwa indem sie anderen mit ihrem Handeln keinen Schaden zufügten oder die Autonomie ihrer Mitmenschen achteten, so Baumann.

Bürgermeisterin Dr. Margrethe Schmeer sah die FH indes auf einem guten Weg, in Zukunft noch mehr auszeichnungswürdige Leistungsträger hervorzubringen. Immerhin hatte die Hochschule in diesem Jahr die meisten Erstsemester ihrer Geschichte zu verzeichnen. „Der Krönungssaal ist für diese Würdigung der richtige Rahmen. Hier wurde zwar nie jemand gekrönt, aber es wurden immer die großen Bankette danach hier gefeiert“, bemerkte Schmeer augenzwinkernd.

Exzellenz kam in diesem Jahr nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus dem fernen Ausland. So wurde der malaysische Student Arif Izzudin für seine herausragenden Leistungen mit dem Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) ausgezeichnet.

Für Rektor Baumann sind Lernende wie Izzudin Teil des Selbstverständnisses der FH: „Wir leben hier Toleranz und Freizügigkeit auch gegenüber ausländischen Studierenden. Wenn junge Leute hierherkommen, finden sich immer sofort einige Kommilitonen, die ihnen die deutsche Kultur und die deutsche Bürokratie näher bringen.“

Über den Lehrpreis für seine didaktischen Fähigkeiten konnte sich der Ingenieur Georg Wählisch freuen. Der Fachlehrer für Datenverarbeitung im Maschinenbau schaffe es immer wieder, den Studierenden Dinge zu vermitteln, die ansonsten nur schwierig zu verstehen seien, lobte Baumann.

„Die jungen Menschen machen es mir aber auch leicht, indem sie immer wieder zeigen, dass sie Lust darauf haben, Neues zu lernen“, gab Wählisch das Kompliment sogleich weiter. Zu guten Leistungen, so zeigte sich einmal mehr, gehört neben Fleiß und Wille eben auch gutes Miteinander.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert