Aachen - Elisengarten: Steine sitzen vor den Stufen

Elisengarten: Steine sitzen vor den Stufen

Von: Thorsten Karbach
Letzte Aktualisierung:
Stein für Stein: Jan Bougé,
Stein für Stein: Jan Bougé, Azubi beim Aachener Stadtbetrieb, pflastert mit seinen Kollegen vor den Sitzstufen im Elisengarten. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Es ist ein ungewohnter Anblick im Elisengarten. Denn vor den Stufen sitzen Steine. Beziehungsweise werden sie noch gesetzt von den Auszubildenden des Stadtbetriebs. Tausende Pflastersteine werden von den Azubis vor den Sitzstufen des beliebten Gartens platziert.

Meter um Meter arbeiten sich Jan Bougé und Kollegen voran. Letztlich sollen die Steine den Garten schützen. Zwar gibt es unmittelbar vor den Stufen einen Steinplattenstreifen, doch hat sich dieser als zu schmal herausgestellt, um darauf die Füße zu setzen. Unmittelbar vor den Platten ist dagegen der Rasen zertreten, matschig, im Herbstregen voller Pfützen. „Der befestigte Streifen muss verbreitert werden. Wer dort sitzt und die Beine ausstreckt, der soll nicht mehr im Rasen landen”, erklärt Rita Klösges vom städtischen Presseamt. „So können wir Schäden am Elisengarten minimieren und die Aufenthaltsqualität vergrößern.

Platz zum Passieren

Die fünf Reihen grauer Pflastersteine sind bewusst großzügig bemessen. Hier sollen die Parkbesucher nicht nur Seele baumeln lassen und dabei die Füße ausstrecken können, es soll dann auch noch so viel Platz sein, dass andere Besucher auf festem Boden an den Sitzenden vorbeigehen können. Der Rasen soll dann entsprechend weniger betreten werden - und somit länger halten.

Gerne rückt die Stadt an dieser exponierten Lage - bis Dezember soll dann auch der Pavillon der neuen archäologischen Vitrine montiert sein - die Arbeit ihrer Auszubildenden ins Blickfeld. „Sie können an so einer Stelle für jeden ersichtlich zeigen, was sie können. Wir lassen sie gerne ihre Fähigkeiten vorführen”, berichtet Klösges. In der Vergangenheit hatten Auszubildende des Stadtbetriebs beispielsweise auch schon auf dem Theatervorplatz ihre Baukunst bewiesen. „Das sind ganz wichtige Erfahrungen, die sie sammeln”, sagt Klösges.

Die Erfahrungen mit dem Elisengarten, der Jahr für Jahr aufgrund seiner Beliebtheit irgendwann gesperrt werden muss, damit sich die Wiesen erholen, haben auch die aktuelle Baumaßnahme bedingt. Die Stadt setzt große Hoffnungen in die Pflastersteine. „Wir gehen davon aus, dass sich die Situation im Elisengarten durch diese Maßnahme verbessern wird”, sagt Klösges. Wenn vor den Stufen Steine sitzen. Und auf den Stufen wieder Dutzende Besucher.
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