Aachen - Elisenbrunnen putzt sich zum Weihnachtsmarkt heraus

Elisenbrunnen putzt sich zum Weihnachtsmarkt heraus

Von: Robert Esser
Letzte Aktualisierung:
brunnenbild
Vom Eventverkehr in Mitleidenschaft gezogen: Die Metallrahmen der Wasserfontänen vor dem Elisenbrunnen mussten jetzt erneuert werden - genauso wie das angrenzende Kopfsteinpflaster. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Der Baustellendschungel am Aachener Elisenbrunnen lichtet sich jetzt ein wenig. Am Dienstag werden die Arbeiten an den Wasserfontänen beendet. Das ebenerdige Wasserspiel hatte den Belastungen der dortigen Events - etwa wegen Verlegungen des Wochenmarktes - nicht standgehalten.

Für 19.000 Euro mussten neue Metallrahmen rund um die Düsen und Ablaufbecken montiert sowie angrenzendes Kopfsteinpflaster erneuert werden. „Der Wasserkreislauf hatte immer mehr Wasser verloren, die Reparaturen waren deswegen unausweichlich”, erklärt Björn Gürtler vom städtischen Presseamt auf AZ-Anfrage.

1997/98 hatte die Kaiserstadt das Areal vor dem Elisenbrunnen mit Millionenaufwand umgebaut. Seitdem zählt die Stadt der sprudelnden Vielfalt 82 Wasserspiele und Brunnen. Während der kalten Monate schlummern die zehn Wasserdüsen vor der Rotunde jetzt unter Metalldeckeln bis zum Frühling.

Trocken gelegt wurden auch die meisten Wasserrohre und -becken im Elisenbrunnen. Grund dafür sind die umfangreichen Sanierungsarbeiten, die derzeit auf dem - vom Friedrich-Wilhelm-Platz aus betrachtet - rechten Flügel des klassizistischen Baus aus dem Jahr 1822 laufen.

Noch weitere vier Wochen kalkuliert die Stadt für die Restaurierung des maroden Holzdachstuhls, des Zinkdachs und die Installation neuer Regenrinnen und Fallrohre ein. Gesamtkosten: 500.000 Euro, von denen 50 Prozent aus Fördertöpfen des Landes NRW fließen. Spätestens zum Start des Weihnachtsmarktes, wenn hunderttausende Öcher und Touristen Richtung Altstadt strömen, sollen die Gerüste verschwunden sein, heißt es.

So war das auch auf der anderen Seite des Schinkel-Baus gedacht. Doch der neue Elisengarten bereitet weiter Sorgen. Vor wenigen Wochen hatten Landschaftsarchitekten und Gartenbauer den frisch begrünten Park zwischen Ursuliner- und Hartmannstraße, der im Frühsommer bei Sonnenschein von zahllosen Menschen bevölkert wurde, wieder dicht gemacht. Statt grünem Gras gab´s nämlich bald nur noch braune Trampelpfade.

Wegen zu trockener Witterung und der zu spät in Betrieb genommenen Bewässerungsanlage scheiterte damals der erste Begrünungsversuch. Doch auch der zweite Anlauf scheint schwierig. Dass die Absperrgitter rund um den Garten - wie zunächst geplant - bereits Ende Oktober verschwinden, ist wohl ausgeschlossen. „Der Rasensamen hat offenbar nicht angeschlagen”, teilt die Stadt mit. Ob die endgültige Bepflanzung noch vor dem ersten Frost gelingt, ist derzeit offen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert