Eishockey-Uni-Cup sorgt für beste Stimmung

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Kufen-Cracks in knalligem Outfit: Beim Eishockey-Uni-Cup geht es in der Eissporthalle zwar auch ums Gewinnen, aber der Spaß steht im Vordergrund. Und was wäre das Ganze ohne Cheerleader? RWTH-Rektor Ernst Schmachtenberg (kleines Bild) wurde stilvoll empfangen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Hunderte verkleidete und gutgelaunte Studierende machten sich voller Vorfreude auf den Weg zu einem der größten Hochschulsport-Events des Jahres: dem Eishockey Uni-Cup. Vor 27 Jahren hat der Mediziner Dr. Christian Mittermayer das Eishockey-Turnier der Fakultäten Maschinenbau, Elektrotechnik und Medizin ins Leben gerufen. In der Anfangszeit kamen gerade einmal zehn Zuschauer zu den Spielen.

Heute sieht das ganz anders aus. In diesem Jahr waren die 2700 Karten binnen kürzester Zeit vergriffen. Dabei scheuten die Studierenden weder Kälte noch Schlafmangel, übernachteten vor dem Fachschaftsraum oder warteten ab 3 Uhr morgens in der Kälte, um sich eine der begehrten Karten für den Uni-Cup zu sichern. „Es ist schade, dass am Ende doch nur ein Teil der Studierenden an diesem tollen Event teilhaben kann“, bedauerte Professor Ernst Schmachtenberg, Rektor der RWTH Aachen. Prompt lieferten die Fachschaftsvertreter kreative Lösungsmöglichkeiten wie beispielsweise ein „Public Viewing“ vor der Eishalle oder gar die „Frostung des Tivolis“.

Motto: je schriller, desto besser

Dass sich das Event seit so vielen Jahren immer noch wachsender Beliebtheit erfreut, liegt sicher vor allem am bewährten Konzept: Je drei Teams aus Professoren, Studentinnen und Studenten der einzelnen Fachrichtungen kämpfen um den begehrten Wanderpokal, die „ThyssenKrupp-Trophy“. Bei der Wahl des Eishockey-Dresses sind der Kreativität der Teilnehmer keine Grenzen gesetzt. Es gilt das Motto: je schriller, desto besser. Dabei überwiegt der Spaß an der Sache ganz klar die hohe Spielkunst und den sportlichen Ehrgeiz. „Bei diesem Event arbeiten die Fachschaften eng zusammen, pflegen aber auch gleichzeitig eine gesunde Rivalität “, meint Johanna Sckaer von der Fachschaft Medizin.

Zum Auftaktmatch trafen die „Aachen-Ice-Emperors“, eine Wettkampfmannschaft der RWTH und der FH Aachen, in diesem Jahr auf das befreundete Team der „TU München“, das sie bereits von mehreren Turnieren kennen. „Obwohl wir befreundet sind, schenken wir uns auf dem Eis nichts“, kündigte Christian Schnieder von den Aachen Ice Emperors an. Und so gewann das Team aus Aachen gegen die in den Jahren zuvor zuvor meist überlegene Mannschaft aus München mit 7:5.

Mit lauten Gesängen und Schlachtrufen unterstützten die mit Fanschals und Fahnen ausgestatteten Studierenden auf den Rängen die Vertreter ihrer Fachrichtungen auf dem Eis nach Kräften. Neben den showreifen Auftritten der Fachschafts-Teams begeisterten die Cheerleader der drei Studiengänge die Zuschauer mit noch anspruchsvolleren Choreographien als im Vorjahr. Auch männliche Cheerleader waren keine Seltenheit. Weitere Highlights des Uni-Cups waren das Penaltyschießen und der inzwischen ebenfalls traditionelle „Body Check Contest“.

Obwohl es zunächst so aussah, als könnten die „Aachen Steelers“ (Maschinenbau) ihren Titel verteidigen, unterlagen sie am Ende knapp den Medical Strikers (Medizin) mit nur einem Punkt Differenz. Die „ET-Lions“ (Elektrotechnik) landeten weit abgeschlagen auf dem dritten Platz.

Aber egal, wer aus diesem Wettkampf als Sieger oder Verlierer hervorging, gefeiert wurde zusammen. Der Shuttleservice der Aseag fuhr die Studierenden am Ende der Veranstaltung in die Diskothek Starfish. Dort wurden in der Nacht noch die Sieger des Cheerleader-Wettbewerbs (Maschinenbau) geehrt – und das Kultevent fand seinen würdigen Abschluss.

Doch nicht nur Party stand auf dem Programm beim Uni-Cup. Bereits seit den Anfangstagen geht der Erlös an karitative Einrichtungen. In diesem Jahr erhielt „Right to Play“ einen Teil der Spendengelder. Mit ihrem Projekt „WASH Program“ ermöglicht die Organisation, die in mehr als 20 Ländern aktiv ist, Kindern aus dem afrikanischen Mali einen Zugang zu Sport, Bildung und Hygiene. Als lokale Einrichtung für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe erhielt „Maria im Tann“ ebenfalls einen Teil der Erlöse.

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