Einzigartige Tanz-Performances im Ludwig Forum

Von: Marie Eckert
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Tolle Tanz-Performance: Für die Abschlusspräsentation der Jubiläums-Workshops im Ludwig Forum gab es für die beteiligten Kinder und Jugendlichen verdientermaßen viel Applaus. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Das „Space“ platzte aus allen Nähten, Ulla Geiges und Yorgos Theodoridis waren zufrieden: Die Abschlusspräsentation der Jubiläums-Workshops im Ludwig Forum war ein großer Erfolg. Zwei Wochen lang haben die beiden Projektleiter mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet, herausgekommen sind zwei einzigartige Tanz-Performances.

„Ich, du und die anderen“ hieß der Workshop für Einheimische und Flüchtlinge. Begonnen hat Ulla Geiges die Arbeit mit den Jugendlichen mit einem Bild: Man ist im fremden Land angekommen, in einem Land, in dem es kälter ist als gewohnt und viel regnet. Und nun? Wie ging es für die Jugendlichen weiter, wie haben sie die Situation erlebt? „So hat sich alles weiterentwickelt und wir haben das Stück erarbeitet“, erzählte Geiges.

Zu Beginn stand die ganze Gruppe von neuen und alteingesessenen Aachenern mit Schirmen auf der Bühne – eine Anspielung auf die charakteristischen Wetterverhältnisse –, darauf folgte ein schüchterner Gruß, das erste „Hallo“ sagen. Im Laufe des Stücks schwand die Schüchternheit, die Jugendlichen tanzten in Duos, hatten Spaß, feierten zusammen. Zum Schluss saßen alle gemeinsam am „Tisch“, auf dem Boden des „Space“ an einem roten Samt-Tuch – Freundschaften waren entstanden, alles in rund 20 Minuten Tanz-Performance.

„Tanz der Skulpturen“ stand unter der Leitung von Yorgos Theodoridis. Bei der Aufführung wurde gleich noch ein Projekt mit vorgestellt: „Space for Peers“. Dort haben Kinder gemeinsam mit Design-Studierenden der FH Aachen Bühnenbild und Kostüme gestaltet, die dann beim „Tanz der Skulpturen“ auf der Bühne zu sehen waren. In wenigen Minuten verwandelte sich die Bühne in eine Baumlandschaft, die Tänzer in Monster und Blumen, alles bewegte sich, „Die Geschichte hat sich Tag für Tag mit den Kindern weiterentwickelt“, freute sich Theodoridis. Dafür gab es jeden Tag Improvisationsaufgaben, die sich die Kinder anschließend gegenseitig vorgestellt haben. „Sie sind als Gruppe gewachsen“, betonte er.

„In zwei Wochen Projekt sind viele Wunder passiert“, sagte Theodoridis. Und dafür gab’s am Ende der beiden Vorstellungen auch eine Menge Applaus vom Publikum, während die Bühne voller und voller wurde mit all denen, die bei den Workshops mitgearbeitet haben – auf der Bühne und auch im Hintergrund.

Noch keinen Abschluss, aber Bergfest feierte das vierte Jubiläums-Projekt: „Ahoi 3 – Die Küche der Kulturen“. Seit Anfang Juli entsteht in der Schreinerei des Ludwig Forums ein temporärer Gastraum, der schon jetzt einen rustikal-gemütlichen Charme hat: Vier große Tische mit Stühlen und Hockern stehen auf dem Werkstattboden, der mit kleinen Farbflecken gespickt ist. An den Seiten stehen Skulpturen, an den Wänden hängen Bilder, von der Decke hängt ein riesiger Hai aus Pappmaché. „Alles selbstgemacht“, erklärte Ana Sous, eine der Leiterinnen des Projekts.

Denn darum geht es bei „Ahoi 3“, ums Selbermachen. Für den Gastraum wurden Tische gebaut, Tischdecken bemalt und Deko aufgebaut. Mit großen Wänden ist innerhalb der Schreinerei ein Teil des Raums abgetrennt worden, darin befindet sich die Küche, voll ausgestattet mit Herd, Ofen und Kühlschrank von der Bleiberger Fabrik. Von Mittwoch bis Sonntag wird dort gekocht, afghanisch, eritreisch, syrisch – eine Küche der Kulturen eben. „Im Schnitt wird dort täglich für 30 bis 40 Personen gekocht“, schätzte Sous. Von 13 bis 18 Uhr stehen die Türen der Schreinerei offen, donnerstags sogar bis 22 Uhr. Mitmachen und mitessen kann jeder, ohne Anmeldung. „Die Stimmung ist toll, harmonisch und hilfsbereit“, freute sie sich.

„Wir sind nur schon ein wenig traurig, dass es bald vorbei ist.“ Bis dahin ist aber noch Zeit – am Sonntag, 28. August, findet ab 15 Uhr das große Abschlussfest mit kulinarischen Köstlichkeiten aus aller Welt statt.

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