Verlautenheide - Eintracht baut auf die Zukunft

Eintracht baut auf die Zukunft

Von: Stephan Mohne
Letzte Aktualisierung:
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Bauen für die Zukunft: Eintracht Verlautenheide erweitert seine Sportanlage um einen neuen Kunstrasenplatz, der vor allem der großen Jugendabteilung zugute kommt. Vorsitzender Herbert Linden packt dabei gleich selber kräftig mit an. In wenigen Monaten soll die Einweihung gefeiert werden. Foto: Michael Jaspers

Verlautenheide. Für Herbert Linden fängt der Arbeitstag um 7 Uhr an. Derzeit allerdings nicht in seinem Fleischgroßhandel. Vielmehr sieht man ihn fast täglich mit Schaufel bewaffnet am Heider-Hof-Weg in Verlautenheide. Dort, in Nachbarschaft zum Naherholungsgebiet am Haarberg, hat der SV Eintracht aus Verlautenheide seine Sportanlage.

Die wird jetzt deutlich erweitert. Der Verein stemmt eine 200.000-Euro-Investition, mit der man auf die Zukunft baut. Und Herbert Linden, der seit 14 Jahren Vorsitzender der Eintracht ist, packt kräftig an.

Die Geschichte begann im Grunde im Jahr 2014. Damals trug sich der seinerzeit benachbarte Tennisclub Verlautenheide schweren Herzens mit dem Gedanken, seine Anlage dort aufzugeben, wie Linden erzählt. Für das Gelände, auf dem es auch ein schönes Vereinsheim gibt, habe es seinerzeit mehrere Interessenten gegeben, darunter die Stadt. Die Eintracht habe sich damals entschlossen, ebenfalls um die 5000 bis 6000 Quadratmeter große Fläche zu buhlen. Dafür wurde dann ein Konzept geschrieben. Begründet wurde das Interesse insbesondere damit, dass die heutige Sportanlage für die Belange des Vereins an ihre Grenzen stößt – insbesondere mit Blick auf die intensive Jugendarbeit. Tatsächlich erhielt der SV schließlich den Zuschlag und übernahm das Areal Mitte 2015.

Nach einigen Vorarbeiten im Herbst und Winter ist man nun mit dem Herrichten des neuen Sportplatzes voll durchgestartet. Es entsteht ein Jugendspielfeld, das etwas kleiner ist als ein normales Fußballfeld. Dort können die Teams bis zur D-Jugend ihre Partien austragen. Noch wichtiger ist jedoch, dass der Trainingsbetrieb auf dem großen Platz nebenan entzerrt werden kann. Denn die Eintracht hat reichlich Mannschaften. Kommende Saison werden in allen Kinder- und Jugendklassen von den Bambini bis zur A-Jugend Mannschaften am Ligabetrieb teilnehmen, in manchen Altersstufen gar mehrere. Insgesamt rund 130 Kinder und Jugendliche spielen bei der Eintracht, was Herbert Linden nicht ohne Stolz erzählt. Der Verein insgesamt hat rund 400 Mitglieder.

200.000 Euro sind jedoch für jeden Verein eine Menge Geld. 150.000 Euro davon werden über die NRW-Bank über eine Laufzeit von 20 Jahren finanziert, so Linden. Das sei durchaus machbar. 50.000 Euro müssen aus eigener Tasche gestemmt werden. Unter anderem will der Verein in Verlautenheide von Haus zu Haus ziehen und um Spenden für das Projekt werben. Risiken scheut man indes in Verlautenheide nicht. Vor zehn Jahren war der Verein zusammen mit den beiden Eilendorfer Clubs Arminia und SV mit städtischer Unterstützung Vorreiter bei der Umstellung von Fußballplatzbelägen von Asche auf Kunstrasen. „Man muss auch schon mal Mut haben, wenn man zukunftsfähig sein will“, sagt Linden, dessen Herz fest an „seiner“ Eintracht hängt, die nun 104 Jahre auf dem Buckel hat. Schon in der E-Jugend kickte er dort die ersten Bälle, schaffte es dann bis in die Bezirksliga, wo die Eintracht auch heute spielt, aktuell allerdings gegen den Abstieg in die Kreisliga A kämpft. Wobei „Abstieg“ so ein Wort ist, das zum optimistischen Wesen des 53-Jährigen nicht so ganz passen will. Er sagt lieber: „Wir fangen einfach wieder von vorne an.“

Das Feiern werden sich Linden und Co. ohnehin nicht vermiesen lassen. Nämlich wenn der neue Platz in wenigen Monaten fertig sein wird. Dass es dann eine Sause geben wird, versteht sich von selbst. Schließlich hat man ja jetzt auch ein neues Vereinsheim. Das übrigens kann jeder für private Feiern mieten, einen von der Freiwilligen Feuerwehr gepflegten Grillplatz gibt‘s gleich nebenan auch noch.

Jubeln werden bei der Eröffnung vor allem die Kinder, die bald noch mehr tolle Trainings- und Spielmöglichkeiten haben.

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