Einsatz für Inklusion: Maria Poquett erhält Bundesverdienstorden

Von: red
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Hohe Ehre: NRW-Vizeministerpräsidentin Sylvia Löhrmann (r.) überreichte Maria Poquett den Orden. Foto: Land NRW/R. Pfeil

Aachen/Düsseldorf. Vorbild sein, sich engagieren, sich für Schwache einsetzen – für Maria Poquett, seit fast 20 Jahren Vorsitzende des Vereins für Körper- und Mehrfachbehinderte Aachen (VKM), ist das eine Herzensangelegenheit. Für ihr unermüdliches Engagement ist ihr jetzt der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen worden.

„Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben“ –nach diesen Worten des Gelehrten Wilhelm von Humboldt müsse Maria Poquett ein ganz besonders wertvolles Leben führen, sagte die Vize-Ministerpräsidentin des Landes NRW, Sylvia Löhrmann, bei der Feierstunde in Düsseldorf. Maria Poquett sei vielen Menschen verbunden – besonders aber den Menschen mit Handicap.

Löhrmann erinnerte daran, dass Maria Poquett den von einer Privatinitiative gegründeten VKM zu einem professionell aufgestellten Verein auf – mit heute immerhin mehreren hundert haupt- und ehrenamtlich Tätigen aufgebaut habe. Insbesondere liege ihr die Verbesserung der Wohn- und Ausbildungssituation benachteiligter junger Menschen am Herzen. Sie packe selbst mit an, kümmere sich um die Finanzierung, den Betrieb und die soziale Betreuung in den Projekten. In dem über den VKM gegründeten Bistro „Kränzchen“ würden Menschen mit und ohne Handicap Arbeit finden.

Maria Poquett sei es gemeinsam mit dem Das Da Theater in Aachen gelungen, das Inklusionsprojekt „Momo“ zu verwirklichen. Das Ensemble aus Schauspielerinnen und Schauspielern mit und ohne Handicap verzaubere mit diesem Theaterstück das Publikum. Löhrmann erinnerte auch an Maria Poquetts Tätigkeit als Vorsitzende des Stiftungsbeirats der „Heemann Stiftung“, bei deren Spendengalas „beachtliche Zustiftungen“ zustande kämen, die die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung langfristig verbessern helfen würden.

2012 übernahm Maria Poquett den Vorsitz des „Landesverbandes für körper- und mehrfachbehinderte Menschen“. Innerhalb kürzester Zeit sei es ihr gelungen, den Verband neu auszurichten“, sagte Löhrmann. „Ein Kraftakt, wenn man bedenkt, dass hier die Interessen von ca. 5000 Menschen mit Handicap in über 60 Mitgliedsorganisationen vertreten werden.“ 2012 wurde sie in den „Landesbeirat für die Belange behinderter Menschen in NRW“ berufen.

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