Einmahl und Laschet sollen es in Düsseldorf richten

Von: Albrecht Peltzer
Letzte Aktualisierung:
laschcoreinbild
Sie sollen am 9. Mai 2010 die Landtagsmandate holen: Landtagsabgeordneter Rolf Einmahl (l.) und Parteivorsitzender Armin Laschet, der zwar NRW-Minister ist, aber noch kein Landtagsmandat besitzt. Foto: Steindl

Aachen. Nein, so richtig spannend war es eigentlich zu keinem Zeitpunkt. Mag sich die CDU auch in manchen Politikfeldern neu orientieren, so setzt sie in Sachen Landtagswahl auf Konstanz. Und so hatte Claudia Cormann nicht den Hauch einer Chance, Rolf Einmal die Kandidatur im Wahlkreis I streitig zu machen.

Nur bescheidene zehn Delegierte mochten der 46-Jährigen zutrauen, für die Christdemokraten die Landtagswahl im Aachener Norden zu gewinnen. Einmahl (59 Jahre) setzte sich mit 41 Stimmen (80,4 Prozent) so deutlich wie erwartet gegen die stellvertretende Kreisvorsitzende durch.

Noch mehr Stimmen konnte Parteivorsitzender und NRW-Minister Armin Laschet (48 Jahre) für die Kandidatur im Wahlkreis II für sich verbuchen. Sichtlich mit Genugtuung nahm er zur Kenntnis, dass die Basis ihn doch noch mehr unterstützt, als es das magere Wahlergebnis von rund 76 Prozent bei der Wiederwahl zum Kreisvorsitzenden vor wenigen Wochen ausdrückte. Nur sechs Nein-Stimmen registrierten die Stimmenzähler. 47 Mal Zustimmung bedeuten 88,7 Prozent. Eine Kandidatur gegen den Parteichef in diesem Wahlkreis hatte sich ohnehin kein Parteifreund zugetraut.

Laschet und Einmahl hatten bei ihrer Kandidatenvorstellung ganz auf die Karte Erfahrung in der Landespolitik gesetzt. „Ich habe in den vergangenen Jahren viel für Aachen erreicht”, sagte Rolf Einmahl, der seit 2000 Mitglied des Landtages ist. Sicherheit, Schule und Bildung, Hochschule und Wirtschaftsförderung - das seien seine Themen gewesen, bei denen er vor allem seine juristische Kompetenz in die Waagschale hätte werfen können.

Claudia Cormanns Strategie war - naturgemäß - völlig konträr. „Ich richte den Blick auf die Zukunft”, betonte sie. Und sprach von „frischem Wind”, von „neuen Ideen”, vom Erschließen „neuer Wählerschichten”. Dabei setzte sie vor allem auch auf ihre journalistische Erfahrung als TV-Redakteurin, die sie in Berlin und Düsseldorf hervorragend vernetzt habe.

Argumente, die im Restaurant „Franz” an diesem trüben Herbstabend auf ziemlich unfruchtbaren Boden fielen. Für Claudia Cormann gab es artigen, für Rolf Einmahl lautstarken Applaus. Die stellvertretende Parteivorsitzende sicherte zu, den Kandidaten Einmahl im Wahlkampf „nach Kräften” zu unterstützen. Mehr war an diesem Abend für sie nicht drin.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert