Einkaufen in der City soll einfacher werden

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Ein erheblicher Anteil des Einzelhandels konzentriert sich in der Aachener Innenstadt. Foto: Manfred Kistermann

Aachen. Das neue Zentren- und Nahversorgungskonzept für Aachen liegt jetzt vor. Es weist drei Tendenzen auf.

1) Stadtteilzentren sollen attraktiv bleiben, 2) es gibt einen Rückgang von Einzelhandelsflächen und bei der Zahl der Betriebe, 3) Aachen ist starkes Oberzentrum für die Region.

Innenstädte und Stadtteilzentren sollen als lebendige Mittelpunkte des geschäftlichen Lebens erhalten bleiben. Daher sollen großflächige Supermärkte innerhalb dieser Zentren entstehen. Um diese Entwicklung zu steuern, hat die Stadt Aachen ein Zentren- und Nahversorgungskonzept aufgestellt und jetzt aktualisiert.

Das Zentren- und Nahversorgungskonzept beinhaltet auch eine Bestandsaufnahme der jeweiligen Einzelhandelssituation. Im Vergleich zum letzten, 2011 verabschiedeten Konzept, ist sowohl die Verkaufsfläche als auch die Zahl der Einzelhandelsbetriebe zurückgegangen. Die Erhebung erfolgte bewusst vor Fertigstellung von Aquis Plaza. Auch in Aachen folgt der Einzelhandel damit dem deutschlandweit zu beobachtenden Trend, dass insbesondere Lebensmittelhändler ihre Verkaufsfläche zwar vergrößern, jedoch der kleinteilige Einzelhandel vor allem in Randlagen zurückgeht.

Das Zentren- und Nahversorgungskonzept ist Vorgabe für die Verwaltung bei der Prüfung von Neuansiedlungen. Es dient auch als Grundlage bei der Aufstellung von Bebauungsplänen. Für den Einzelhandel, insbesondere für Investoren, bietet es eine Orientierungshilfe, versteht sich jedoch nicht als Mittel zum Schutz vor weiteren Wettbewerbern. Betriebe mit Verkaufsflächen von weniger als 800 Quadratmetern werden durch das Konzept nicht erfasst, sie können überall errichtet werden.

Ziel des Zentren- und Nahversorgungskonzeptes ist es, großflächige Supermärkte in den Gewerbegebieten zu verhindern und die Attraktivität der historischen Kernzentren zu erhalten. Dies geschieht auch vor dem Hintergrund des demographischen Wandels: Ältere Menschen sollen in den Stadtzentren auch weiterhin fußläufig die Waren des täglichen Bedarfs kaufen können.

Unterschieden wird zwischen Hauptzentrum (City Aachen), Stadtteilzentren und Nahversorgungszentren. Während einem Hauptzentrum durch das Konzept selbst keine Beschränkungen hinsichtlich Neuansiedlungen für den Einzelhandel auferlegt werden, sind die Stadt- und Nahversorgungszentren verschiedenen Bedingungen unterworfen. Große Einzelhandelsbetriebe mit Verkaufsflächen von mehr als 800 Quadratmetern können außerhalb von Zentren nicht zugelassen werden. Die Zulassung von Neuansiedlungen ist von der Größe der geplanten Verkaufsfläche und der Kaufkraft der Bewohner im Einzugsbereich abhängig.

Die Aachener City gilt als Oberzentrum für die gesamte Städteregion Aachen, hier ist der tatsächlich erwirtschaftete Einzelhandelsumsatz höher als jener, der durch die zur Verfügung stehende Kaufkraft der Einwohner zu erwarten wäre. Denn auch das Umland kauft in Aachen ein. Rund 333 Millionen Euro des Gesamtumsatzes von 1503 Millionen Euro fließen unter anderem aus dem ehemaligen Kreisgebiet in die Kaiserstadt.

Ein erheblicher Anteil des Einzelhandels konzentriert sich in der Aachener Innenstadt. Hier befinden sich 356.000 Quadratmeter Verkaufsflächen, 87 Prozent der Gesamtflächen, auf denen ein Umsatz von 1270 Millionen Euro erwirtschaftet wird.

Neben der City als Hauptzentrum werden folgende Bereiche als Stadtteilzentren festgelegt: Burtscheid, Brand und der Bereich um die Elsassstraße. Nahversorgungszentren sind Frankenberger Viertel, Trierer Platz, Soers, Eilendorf/Severinstraße, Eilendorf/Markt, Haaren, Walheim, Laurensberg, Steppenberg/Kullen und Richterich.

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