Einhard-Gymnasium mit dem Prädikat „Premium-Schule” ausgezeichnet

Von: aht
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Zertifizierung des Einhard-Gym
Zertifizierung des Einhard-Gymnasium zur „Premium-Schule”: Marion Käppler (2. v.r.) als Schulpatin des Projektes mit Michael Horst (links), Ralf Gablik (rechts) und sechs teilnehmende Schülern. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Wer eine Firma erfolgreich führen will, braucht erstens eine gute Idee und muss zweitens geschickt wirtschaften und organisieren. Das wissen auch die Schüler des Einhard-Gymnasiums, die am Projekt „Gründung einer Schülerfirma” teilgenommen haben.

Seit zehn Jahren gibt es das Projekt am Einhard-Gymnasium; daher wurde die Schule jetzt als eine von zweien in NRW vom Institut der Deutschen Wirtschaft zur „Premium-Schule” ernannt.

Der Ablauf ist stets der gleiche: Jeweils zum Anfang eines Schuljahres finden sich mehrere Schüler der Stufe E1 (entspricht der früheren Klasse 10) zum Projekt zusammen. Sie überlegen sich eine Idee für ein Unternehmen und verteilen die Rollen untereinander: Die Bereiche Verwaltung, Finanzen, Marketing und Technik müssen abgedeckt sowie zwei Vorsitzende gewählt werden.

„Die Schüler sollen eine Firma gründen, ein Jahr lang wirtschaften und sie am Ende auch wieder abwickeln”, sagt Marion Käppler, Schulpatin des Projekts. Die Firma funktioniert dabei wie eine Aktiengesellschaft, die „Unternehmensgründer” erhalten 90 Aktien zu je zehn Euro. Mit diesem Budget müssen sie das Unternehmen führen, sich ein Gehalt zahlen und Steuern abführen.

Eine Wertsteigerung der Aktien ist selbstverständlich erwünscht. Ob das gelingt, hängt aber nicht zuletzt von dem vermarkteten Produkt selbst ab. In den vergangenen zehn Jahren haben die Schüler die unterschiedlichsten Produktideen verwirklicht: wasserdichte Hüllen für die Schulordner, Flaschenwärmer bzw. -kühler aus Neopren, einen Berufskatalog für Haupt- und Realschüler und viele mehr.

Im laufenden Schuljahr hat sich die 13-köpfige Gruppe schnell auf eine Idee festgelegt: Eine Touristentasche mit Stadtplänen für bestimmte Anlässe und einem Sagenheft sollte es werden. „Es folgte eine sehr lange Entwicklungsphase”, erzählt Nils Sichert, einer der beiden Vorsitzenden. Die Schüler haben sich bekannte Aachener Sagen vorgenommen und sie überarbeitet.

Zudem wollten sie den Touristen je nach Bedarf drei maßgeschneiderte Stadtpläne anbieten: für Verliebte, für Rollstuhlfahrer und rund um die Pontstraße. Um den Stadtplan für Rollstuhlfahrer so praxistauglich wie möglich zu gestalten, wurden sogar kurzerhand Rollstühle ausgeliehen und die auf der Karte eingezeichneten Ziele selbst angefahren. Zudem mussten noch Verhandlungen mit Anbietern und Geschäftspartnern geführt werden - und das alles neben dem normalen Schulbetrieb.

„Wir haben gelernt, wie wichtig es ist, Zeitpläne einzuhalten und darauf zu achten, dass die Kommunikation in der Gruppe funktioniert”, sagt Camilla Cremer, ebenfalls Vorsitzende des diesjährigen Projekts. Einen Abnehmer für ihre Taschen haben die Schüler auch schon gefunden: Die Mayersche Buchhandlung wird sie in Kürze für 17,99 Euro zum Verkauf anbieten.

Das Institut der Deutschen Wirtschaft hat die Auszeichnung „Premium-Schule” in diesem Jahr erstmalig vergeben. Dazu mussten die Schulen zunächst bewerben und dabei bestimmte Kriterien erfüllen. „Eine der Voraussetzungen war, dass man bereits erfolgreich an Landeswettbewerben teilgenommen hat”, sagt Referendar Michael Horst.
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