Aachen - Eine Westdeutsche mit ostdeutschen Wurzeln

Eine Westdeutsche mit ostdeutschen Wurzeln

Von: nk
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Sieht noch viele Ansätze für eine weitere Vertiefung der Städtefreundschaft: Stefanie Luczak. Foto: Nina Krüsmann

Aachen. Stefanie Luczak ist neue Vorsitzende beim Bürgerkomitee Aachen-Naumburg, dem „Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Aachen-Naumburg“. 1946 in Leipzig geboren, zog es die neue Vorsitzende 1951 mit der Familie in den Westen. Seit 2010 ist die ehemalige Schulleiterin und Lehrerin für Deutsch und Sozialwissenschaften am Stolberger Goethe Gymnasium pensioniert.

Zu ihrem Amt kam die engagierte Aachenerin per Zufall anlässlich des Silberjubiläums der Städtepartnerschaft vor drei Jahren. „Die Herzlichkeit der Naumburger, die Ausstrahlung der Stadt, die Schönheit der sie umgebenden Landschaft haben mich sofort beeindruckt“, sagt sie.

2013 wurde sie als Beisitzerin in den Vorstand gewählt und nahm seitdem an allen entsprechenden Sitzungen und Veranstaltungen teil. Als im November 2016 Rolf Igel sein langjähriges Amt als Vorsitzender niederlegen wollte, bat er sie, dieses zu übernehmen. Einstimmig wurde Luczak zur Nachfolgerin gewählt.

„Das Besondere dieser Städtepartnerschaft ist, dass sie deutsch-deutsch ist. Es gibt insgesamt nur wenige solcher Partnerschaften. Es ist auch besonders, dass sie bereits vor der Wiedervereinigung gegründet wurde“, betont Luczak den Stellenwert. Durch den Kontakt in verschiedenen Bereichen wie Ingenieurwesen, Kirchen, Schulen, Rudern, aber auch über Verwandte und Freunde in den letzten Jahrzehnten seien die beiden Städte immer stärker zusammengewachsen.

Es gebe auf vielen Gebieten einen regen Austausch, aber auch gewachsene Freundschaften – zum Teil schon in der dritten Generation. „Das führt zu einem vertieften Verständnis für die jeweiligen Lebensbedingungen, zu einer unbedingt notwendigen Annäherung von Ost und West, um die Reste der Mauer in den Köpfen endgültig abzutragen“, betont die Vorsitzende. Was gewachsen ist, ist unbedingt als wertvolles Gut zu erhalten, ist ihr größter Wunsch.

„Die etablierten und gut angenommenen Fahrten werden weiter angeboten und stattfinden. Die Naumburger sind immer wieder begeistert, wie viele Menschen nach Naumburg kommen. Der gegenseitige Austausch soll weiter vertieft und auf andere Bereiche ausgedehnt werden. Eine Idee wäre die Teilnahme von Naumburger Chören am Konzertmarathon in der langen Chornacht während der Chorbiennale. Wünschenswert wäre auch, wenn sich mehr Jugendliche am Austausch beteiligen würden“, regt Luczak an.

Berufsschüler aus Naumburg, die im April in Aachen zu Gast waren, seien von ihrem Aufenthalt begeistert gewesen und wollen gerne wiederkommen. „Das ist ein guter Anfang. Ein weiterer Wunsch ist, dass die Naumburger statt im Januar im Sommer nach Aachen kämen, um die Stadt auch mal sonnig und heiter zu erleben“, findet Luczak.

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