Eine Probefahrt im E-Mobil gefällig?

Von: DINA ABEL
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"Aachen goes Electro": Uwe Müller (v.l., Stadt Aachen), Dr. Günter Bleimann-Gather (Tema Technologie Marketing AG), Gisela Kohl-Vogel, Daniel Grosvarlet (beide Kohl Automobile) und Prof. Dr. -Ing. Achim Kampker (Streetscooter GmbH) wollen am 27. Juni mit zahlreichen Aktionen und Ständen zum Thema Elektromobilität informieren. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Am Elisenbrunnen dreht sich am 27. Juni alles rund um die Elektromobilität. Bei der ganztägigen Veranstaltung „Aachen goes Electro“ informieren Stadt Städteregion sowie Unternehmen, Hochschulen und Initiativen über ihre Aktivitäten rund um das Thema E-Mobilität und zeigen, was die Region an Ideen, Kompetenz und Knowhow zu bieten hat.

Es wird eine Mischung aus Vorträgen, Diskussionsrunden, Informationsständen sowie verschiedene Spiele und Aktionen geboten. Auch die Möglichkeit zu persönlichen Gesprächen mit Ausstellern ist gegeben.

Autohäuser aus der Region präsentieren ihre neuesten Elektroautos. Dabei sei das „Mitmachen“ eine wichtige Komponente, erklärt Doktor Günter Bleimann-Gather, Vorstand der Tema Technologie Marketing AG. Deshalb stehen die neuesten Modelle von BMW, Smart, Tesla und VW zu Probefahrten zur Verfügung. Die Probefahrt mit einem E-Mobil sei eine Erfahrung wert, sagt Gisela Kohl-Vogel, Geschäftsführerin von Kohl Automobile GmbH. „Elekroautos zu fahren macht Spaß und ist ganz einfach, nur an die Bremswirkung muss man sich anfangs gewöhnen“ sagt sie. Für Kinder besteht die Möglichkeit, kleine Parcours mit kindergerechten elektrischen Autos zu befahren.

Auch die E-Mobilität auf zwei Rädern nimmt einen breiten Raum ein. Es werden Informationen rund um Elektrofahrräder und Segways gegeben. Der Themenbereich des elektrischen Nahverkehrs ist unter anderem durch die Aseag und die Deutsche Bahn vertreten. Auch Konzepte, die zu einer Verbesserung der Infrastruktur beitragen, wie zum Beispiel Carsharing, sind mit von der Partie.

Besondere Projekte zum Thema Elektomobilität in Aachen, die durch ein hohes Maß an Innovation bestechen, sollen vorgestellt werden. Dazu zählt die Initiative Velocity, ein Pedelec-Verleihsystem in Aachen, das nach Ende der Ausbauphase insgesamt 100 Stationen und 1000 Elektrofahrräder bereitstellen soll. Ebenso wird der Streetscooter, ein Elektrofahrzeug für den Kurzstreckenverkehr, das an der RWTH entwickelt wurde, am Elisenbrunnen zu sehen sein.

Mit der Podiumsdiskussion „Umweltzone Aachen“ soll ein aktuelles Thema angesprochen werden. Zu einer besseren Luftqualität in Aachen könne die Elektromobilität einen besonderen Beitrag leisten, sagt Uwe Müller, Abteilungsleiter Verkehrsmanagement bei der Stadt.

Bei dem Thema E-Mobilität nimmt Aachen bereits einen Spitzenplatz ein. Die Region Aachen ist ein europäisches Kompetenzzentrum für Elektromobilität und Teil der „Modellregion Elektromobilität Rhein-Ruhr“. Müller betont, dass Aachen einen „Vorbildcharakter“ hat. Mit 520 Elektrofahrzeugen, die derzeit zugelassen sind, liegt Aachen 70 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Es gibt zur Zeit etwa 70 Ladepunkte im öffentlichen Raum. Doch der Anteil an der Gesamtzahl zugelassener Fahrzeuge ist weiterhin recht gering

Daher muss noch viel getan werden. Von Angela Merkels Forderung von einer Million Elektroautos für das Jahr 2020 ist Deutschland mit derzeit rund 18.000 angemeldeten Autos noch weit entfernt. In den Verkehrsentwicklungsplan der Stadt Aachen soll das Thema der Elektomobilität noch stärker eingebunden werden. „Es handelt sich hierbei um ein Zukunftsthema, dem wir besondere Aufmerksamkeit widmen wollen“, versichert Müller. Ziel sei es, nach Möglichkeit lokal zu produzieren und aus erneuerbaren Energien zu schöpfen. In Zukunft sollen Schnellladestationen an Tankstellen integriert werden, was derzeit noch nicht stattfindet. Bis 2050 soll es keine Fahrzeuge mehr geben, die mit fossilen Brennstoffen angetrieben werden.

Eine im Oktober 2014 durchgeführte Online-Umfrage zeigte bei der Aachener Bevölkerung ein hohes Maß an Offenheit und Unterstützung für die Einführung und den Ausbau der Elektromobilität. Etwa 80 Prozent der Befragten äußerten sich positiv gegenüber einer Stärkung von E-Mobilität. Großer Zuspruch war besonders bezüglich der Einführung eines elektrischen Bussystems und hinsichtlich der Nutzung von Elektrofahrrädern auszumachen.

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