Aachen - Eine prise Horror zum Jubiläum

Eine prise Horror zum Jubiläum

Von: Simone Rongen
Letzte Aktualisierung:
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„Kiss” und Co. lassen grüßen: Mit Kunstblut, Schminke und hartem Gitarrensound ließen „Wretched” die Verstärker zur 25. Schlüsselloch-Rocknacht im Saalbau Rothe Erde dröhnen.

Aachen. In den Achtzigern waren Neon-Farben „in”, bunte Leggings und Diskotheken. Genau zu dieser Zeit aber fand in Aachen die erste Rocknacht statt. Anstelle von Falco oder Simple Minds standen Live Bands auf der Bühne, die klassischen Rock und Heavy Metall spielten und bewiesen: Live Musik ist nicht tot.

Herbert Senden, Besitzer des Schlüssellochs, hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die Bühne weiter rocken zu lassen. 1985 organisierte er mit Peter Kappertz im Saalbau Rothe Erde die Aachener Rocknacht, die zu einer wahren Institution geworden ist.

Seither haben mehr als 100 Bands die Kappertz-Hölle zum Beben gebracht. Zum Jubiläum machten am Samstag „Basement Control” den Anfang. Die junge Band überzeugte mit sonnig-melodischem Reggae, der das sonst eher an härtere Klänge gewöhnte Publikum so begeisterte, dass es sogar eine Zugabe forderte.

Ein wahres Kontrastprogramm lieferten im Anschluss „Wretched”. Im Gegensatz zu den eher brav wirkenden Jungs von „Basement Control” erschienen Carnage, Ann T Christ und Bob geschminkt und mit martialischem Kunstblut auf der Bühne. Mit selbst geschriebenen Songs ihres aktuellen Albums „The final Wintersale” begeisterte ihre Metal-Horror-Show den Saal.

„Puke´n´Grin” verzichteten zwar bei ihrer Performance auf Schminke à la Kiss, kamen aber nicht weniger leise daher. Erst seit anderthalb Jahren spielt die Formation in der aktuellen Besetzung wieder zusammen. Doch aufgelöst habe sich die „beste Band der Welt” in den letzen 18 Jahren nie, erklärte Basisst Pain. Handgemachter Hardrock mit Einflüssen aus Metal und Punk überzeugten nicht nur die Organisatoren.

Schließlich enterten „Circle of Hands” die Bühne, die von vielen als Top-Act gehandelt wurden. Die fünf Baden-Badener, von der Zeitschrift Metallhammer zur weltweit besten Uriah Heep Tribute Band gekürt, spielten hauptsächlich Songs, die ihre Vorbilder selten oder nie live zum Besten gaben. „Salesbury”, „Pilgrim” oder auch „The Park” schallten durch den Saal.

Und wer die Augen schloss, konnte kaum unterscheiden, ob die „echten” oder „falschen” Uriah Heep auf der Bühne standen.
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