Eine nette Feier für ein großes Projekt

Von: Lars Odenkirchen
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Spaßvogel? Sprachanalytiker? Ach, einfach Jürgen B. Hausmann: Der Kabarettist Jürgen Beckers (ganz rechts) beim Dreiländertag im Kapuzinerkarree. Foto: Dirk Salm

Aachen. Die Geburt war nicht immer ganz einfach, aber das Kind präsentierte sich dafür ganz ordentlich. Am Mittwoch erblickte die Städteregion Aachen das Licht der Welt, was mit dem Dreiländermarkt im Kapuziner Karree am Wochenende gefeiert werden sollte.

Gründe für ein Fest gab es auch darüberhinaus genügend: Nicht nur Deutschlands erste Städteregion, sondern auch das zehnjährige Jubiläum der Parkstad Limburg sowie den Abschluss der Euregionalen galt es gebührend zu würdigen. Eine rund 600 Quadratmeter große Zelthalle war dazu im Kapuzinerkarree aufgestellt worden und bot zahlreichen Ausstellern Platz, um die Region mit all ihren Vorzügen zu präsentieren.

„Ich bin positiv überrascht, was für einen riesigen Zuspruch die Veranstaltung findet”, freute sich der alte Kreisdirektor und neue Städteregionsrat, Helmut Etschenberg (CDU), „ehrlich gesagt war ich etwas besorgt, dass wegen des Wetters und des Alemannia-Spiels viele Menschen ihren Sonntag anders gestalten.” Mit dem Programm hatten die Veranstalter, zu denen neben der Städteregion Aachen auch die Euregionale 2008 und Regio Aachen gehörten, einen spannenden Mix aus Unterhaltung und Information gefunden.

Volle Aufmerksamkeit genoss etwa am Nachmittag Kabarettist Jürgen Beckers alias Jürgen B. Hausmann, der die Sprache der Region humorvoll analysierte, was das Publikum sichtlich amüsierte. Positiv wurden auch weitere unterhaltsame Programmpunkte aufgenommen, etwa die Misereor-Modenschau oder eine Demonstration der Hundestaffel des Deutschen Roten Kreuzes. Platz blieb aber auch für Informatives: Aufmerksame Zuhörer fanden etwa die Talkrunden, die AZ-Redakteurin Jutta Geese moderierte.

In der Bürgermeisterrunde stellten sich sich Städteregionsrat Helmut Etschenberg, Würselens neuer Bürgermeister Arno Nelles (SPD), Simmerraths erster Bürger Karl-Heinz Hermanns (CDU) und natürlich Aachens neuer OB Marcel Philipp (CDU) ihren Fragen. Philipp verriet dabei, wie er die ersten Tage im neuen Amt erlebt hat: „Es war ungeheuer spannend, in diesem wundervollen Büro im Rathaus einzuziehen.” Mit Eifer ging Aachens neuer Oberbürgermeister an die Arbeit: „Man will am Liebsten alles gleichzeitig machen - es macht richtig Spaß.”

Entdeckungen gab es aber auch abseits des Bühnenprogramms zu machen. Etwa an mehreren Ständen der IG regionale Produkte, an denen sich mit Weinen, Honig, Marmeladen und anderen Köstlichkeiten die Städteregion von ihrer leckersten Seite zeigte.

Aus Milch mach Plastik

Für große Kinderaugen war hingegen an Ständen wie denen des zum „Teutolab” gehörenden „AixLab” der Volkshochschule gesorgt, an denen die kleinen Gäste Experimentierfreudigkeit bewiesen. Aus Milch wurde hier mit Hilfe von Essig und ein paar kleinen Tricks Plastik hergestellt, was etwa die neunjährige Ira begeisterte. „So was hab ich noch nie gemacht”, sagte sie, „hätte gar nicht gedacht, dass man so was mit Milch machen kann.”
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