Aachen - Eine Lego-Stadt aus 100.000 Steinen

Eine Lego-Stadt aus 100.000 Steinen

Von: Andreas Cichowski
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Kleine Baumeister: Kinder haben in der Auferstehungskirche aus 100.000 Lego-Steinen eine Stadt errichtet. Das Projekt machte deutlich, dass man Miteinander eine ganze Menge erreichen kann. Foto: Andreas Cichowski

Aachen. Es raschelt, ist kunterbunt und außerdem äußerst vielseitig. Und das Wichtigste: Es macht jede Menge Spaß. Die Rede ist von unzähligen Lego-Steinen. Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren haben in der zweiten Herbstferienwoche in der Auferstehungskirche eine große Lego-Stadt gebaut, inklusive Flughafen, Hochhäusern, Eisenbahn, Schwimmbad, Kirche, Straßen, Gärten, Spielplätzen und vielem mehr.

„Lego ist etwas, dass immer alle Kinder begeistert und wo sie ihre Kreativität ausleben können“, meint Pfarrerin Monica Schreiber. Und die Resonanz bestätigt dies. 35 Kinder haben sich für das Bau-Event bei den Kinderbibeltagen des evangelischen Gemeindebereichs Aachen-Süd angemeldet und mit Begeisterung teilgenommen. Gerade bei dem „Schmuddelwetter“ der letzten Tage sei es eine schöne Abwechslung für die Kinder und eine große Entlastung für die Eltern, so Schreiber.

Doch stellt sich eine Frage: Was haben Kirche und Lego gemeinsam? Man muss sich nur umschauen, um eine Antwort zu finden, denn Lego verbindet – nicht nur auf materieller Ebene. „Ich habe hier schon viele neue Freunde gefunden“, erzählt der zwölfjährige Tobias. „Es geht ums Miteinander und das gemeinsame Leben in einer Stadt“, antwortet die Pfarrerin. Spannend sei weiterhin herauszufinden, was die Bibel dazu sagt.

Die großen Mengen an Lego-Steinen stammen „von einer Gemeinde im bergischen Land, die das Lego deutschlandweit verleiht“, so Pfarrer Martin Obrikat. Das Lego geht so von einer Gemeinde zur nächsten. Besonders waren „gerade am Donnerstag die die Blicke der Kinder auf die Kisten mit den Steinen“, erzählt Schreiber. Man hörte „Wow!“ und „Boah!“, manch ein Kind kam aus dem Staunen gar nicht erst heraus beim Anblick einer solchen Menge an Lego-Steinen.

Tobias (12) und Adrian (8) sind gerade damit beschäftigt, das Kaufhaus zu bauen, eines von 17 Großprojekten, für die es grobe Baupläne gibt. Beispielsweise ist der Grundriss angegeben. Bilder zeigen den Kindern dann allerdings nur verschiedene Alternativen der fertigen Gebäude. „Wir gucken uns das Bild an, holen die Steine und bauen los. Der Anfang ist schwierig“, erläutert Adrian.

Meist bauen fünf oder sechs Leute an einem Projekt. „Die Kinder müssen gemeinsamen überlegen und die Gruppe organisieren“, sagt Pfarrer Obrikat. „Wie man zum Ziel kommt, wird nicht groß erklärt“. So werde die Kreativität der Kinder in keiner Weise eingeschränkt.

An definierten Stellen im großen Ganzen bestand die Möglichkeit, eigene „Traumhäuser“ zu entwerfen. „Das reicht von der Villa am See bis hin zur Polizeistation“, so Obrikat. Lina baut begeistert an der Mini-Stadt im XXL-Format mit: „Ich habe noch nie so große Lego-Türme gebaut. Ich war in den letzten Sommerferien hier und das hat viel Spaß gemacht“, meint die Zehnjährige.

Am Sonntag wurde die fertige Lego-Stadt in einem Familien-Gottesdienst in der Auferstehungskirche vorgestellt. „Zum Projekt auch dazu, dass alles wieder abzubauen“, merkte Pfarrer Obrikat an. Die Steine werden also sortiert der nächsten Gemeinde zur Verfügung gestellt. Ein Dank der Organisatoren geht unterdessen an die vielen jugendlichen ehrenamtlichen Betreuer, ohne die die Umsetzung sicherlich nicht so einfach gewesen wäre.

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